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WALDWIRTSCHAFT: Kanton Luzern will Druck auf unorganisierte Waldeigentümer erhöhen

Im Kanton Luzern sollen sich mehr private Waldbesitzer einer überbetrieblichen regionalen Organisation (RO) anschliessen. Der Regierungsrat will diesen deswegen neue Aufgaben übertragen. Er hat am Montag eine entsprechende Gesetzesänderung in die Vernehmlassung geschickt.
Ein Waldstück im Kanton Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Ein Waldstück im Kanton Luzern. (Bild: Pius Amrein)

Der Wald erstreckt sich im Kanton Luzern über eine Gesamtfläche von 41'000 Hektaren. Über 70 Prozent der Fläche gehören Privaten. Insgesamt gibt es 12'000 Waldeigentümer, die 30'000 Waldparzellen ihr Eigen nennen.

Diese kleinstrukturierte Eigentumssituation erschwert die Bewirtschaftung des Waldes. Der Kanton setzt sich deswegen seit zehn Jahren dafür ein, dass sich Waldeigentümer ohne eigenen Betrieb in regionalen Organisationen (RO) zusammenschliessen.

Heute gibt es zehn RO. Damit werden 80 Prozent der Waldfläche durch eine RO oder eine andere betriebliche Organisation (Betriebsgemeinschaften, Korporationen, Staat) bewirtschaftet.

Wie aus der Vernehmlassungsbotschaft hervorgeht, möchte der Kanton Luzern den Organisationsgrad im Wald weiter steigern. Um Nichtmitglieder zu einem Beitritt zu motivieren, sei es unabdingbar, ihnen den Mehrwert aus einer RO-Mitgliedschaft aufzuzeigen, schreibt der Regierungsrat.

Die RO sollen deswegen mit weiteren Kompetenzen ausgestattet werden. Der Kanton möchte ihnen die Eigentümerdaten der nicht organisierten Waldeigentümer zugänglich machen. Die Beratungstätigkeit der RO soll nicht mehr nur auf ihre Mitglieder beschränkt bleiben. Damit könnten direkte Kontakte für die Mitgliedergewinnung geknüpft werden, schreibt der Regierungsrat.

Zudem sollen sich Nicht-RO-Mitglieder finanziell stärker an Selbsthilfemassnahmen beteiligen als bisher. Es solle vermieden werden, dass Nichtmitglieder bevorteilt würden, heisst es in der Vernehmlassungsbotschaft.

Der Kanton entschädigte 2016 die betrieblichen Waldorganisationen mit 1,15 Millionen Franken. Durch den angestrebten höheren Organisationsgrad dürfte diese Entschädigung auf 1,3 oder 1,4 Millionen Franken zunehmen. Da gleichzeitig beim Kanton rund 500'000 Franken durch Reorganisationen und Stellenabbau eingespart werden sollen, kann der Mehraufwand kompensiert werden. (sda)

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