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WALLFAHRT: Bauern harren für ihren Schutzpatron aus

Der Namenstag des Antonius lockte am Mittwoch wiederum zahlreiche Bauern nach Stettenbach. Der eisige Wind sorgte auch für den einen oder anderen Lacher.
Trotz eisigem Wind nahmen gestern rund 250 Personen an der Bauernwallfahrt teil. (Bild: Dominik Wunderli (Stettenbach, 17. Januar 2018))

Trotz eisigem Wind nahmen gestern rund 250 Personen an der Bauernwallfahrt teil. (Bild: Dominik Wunderli (Stettenbach, 17. Januar 2018))

Eigentlich stand der heilige Antonius von Ägypten im Mittelpunkt. Doch Wind und Wetter haben ihm kurzerhand die Show gestohlen – Petrus unerbitterlich. Trotzdem: «Ich staune, wie viele gekommen sind», sagte eine Frau zu Beginn des Festgottesdienstes, der jedes Jahr zum Namenstag von Antonius, dem Schutzpatron der Bauern, im Grosswanger Weiler Stettenbach stattfindet. Und das im Freien, versteht sich. Zur Wallfahrt versammelten sich geschätzte 250 Personen vor der 85 Jahre alten Antoniuskapelle und sahen, wie das aufgestellte Mikrofon, die Lautsprecher und der improvisierte Altar vor der Kapelle im Wind wackelten. Angesichts des garstigen Wetters verzichtete Diakon Kurt Zemp, Leiter des Pastoralraums Rottal, auf eine ausführliche Begrüssung und übergab das Wort schnell an den Gastredner: «Ehrendomherr Jakob Zemp ist sicherlich froh, dass er jetzt hier im Tal und nicht auf Heiligkreuz ist – dort schneit es wohl noch stärker», scherzte Kurt Zemp. Auch sonst konnte der eiskalte Wind die Stimmung nicht trüben – auch wenn sich die Bauern während der Messe tief in ihre Kapuzen und Schäle eingruben. Für Schmunzeln sorgten etwa die Singblätter, welche immer wieder wild durch die Luft gewirbelt wurden.

Ehrendomherr Jakob Zemp sprach anschliessend von Begegnungen, gegenseitigem Respekt, Hoffnung, und davon, dass die Bauern stets bodenständig blieben. «Wie ein Anker», so Zemp. «Vergesst das auch in windstillen Zeiten nicht.» Schliesslich dankten die Anwesenden ihrem Schutzpatron für ihre Höfe, die Tiere und Felder.

«Das hat Tradition»

Die Wallfahrt zeigte einmal mehr, welche Bedeutung der «Säuli-Toni» für die Bauern hat. «Es gehört irgendwie dazu, hierhin zu kommen», sagte Armin Stalder aus dem Nachbarweiler Hueben. «Das hat Tradition.» Eine Aussage, die von vielen zu hören war – und die schon den Jüngsten weitergegeben wird. So waren Roland und Cornelia Wagner aus Grosswangen mit ihrer dreijährigen Aline und der eineinhalbjährigen Julia anwesend. «Wir kommen fast jedes Jahr hierher.» Gleiches gilt für Martha Marti: Sie ist neben der Kapelle aufgewachsen. «Früher standen die Bauern noch auf Zeitungen, um an den Füssen nicht zu frieren», wusste sie zu erzählen und schmunzelte: «Zum Glück gibt es heute gute Kleidung.»

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

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