WALLFAHRTSORT: Hergiswald: Umstrittener Gasthaus-Abriss

Zerstört der Abriss des Gasthauses die Identität des Wallfahrtsorts Hergiswald? Ein Buchautor legt sich mit der Koechlin-Stiftung an.

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Rechts die Kirche Hergiswald, die unangetastet bleibt, links das Gasthaus, das abgerissen werden soll. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Rechts die Kirche Hergiswald, die unangetastet bleibt, links das Gasthaus, das abgerissen werden soll. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Hergiswald eine frühbarocke Wallfahrtskirche auf halbem Weg zwischen Kriens und Eigenthal. Die Kirche samt Bilderhimmel hat die Albert-Koechlin-Stiftung (AKS) für 7 Millionen Franken restauriert.

Kritik erhält die AKS nun aber für ihre Pläne, das Gasthaus neben der Kirche abzureissen und durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Der Luzerner Philologe Dieter Bitterli ist der erbittertste Gegner des Vorhabens. «Das Restaurant Hergiswald gehört zum Ensemble des Ortes», betont er. Und: «Mit dem Abbruch ginge die reiche Geschichte des Gebäudes verloren.»

Das sieht Claus Niederberger von der kantonalen Denkmalpflege anders: «Der Kern des Gasthauses stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde durch bauliche Eingriffe aber schwer beeinträchtigt.» Ausserdem genüge das heutige Gasthaus den wirtschaftlichen Anforderungen an einen zeitgemässen Betrieb nicht mehr.

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.