WALTER VON MOOS: Das «Palais Nouvel» als Schlussbouquet

Seinen 90. Geburtstag feiert der Unternehmer Walter von Moos am (heutigen) Dienstag im KKL. Er hat einst wesentlich dazu beigetragen, dass dieses Kulturhaus gebaut werden konnte.

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Walter von Moos auf dem Dach seines Hauses in Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Walter von Moos auf dem Dach seines Hauses in Luzern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mit leichtem Schritt führt Walter von Moos die Besucher auf die Dachterrasse seines Hauses an der Seeburgstrasse. Geistig und körperlich ist er bewundernswert fit. Beim Wandern in der Natur finde er Kraft, sagt er, und deutet hinüber auf die andere Seeseite. Dort steht das elegante Haus mit dem weit ausladenden Dach, zu dem er als heutiger Ehrenpräsident der Stiftung Konzerthaus Wesentliches beigetragen hat. «Mein Engagement für das KKL war für mich wie eine Art Schlussbouquet meines öffentlichen Wirkens, und es hat mir den Übergang vom aktiven Berufsleben als Unternehmer zur heutigen Musse erleichtert», blickt er zurück.

Viel Überzeugungsarbeit
Der Unternehmer aus der Von-Moos-Stahl-Familiendynastie war 70-jährig, als 1988 der Ruf an ihn ging, zusammen mit anderen Persönlichkeiten nach einer Lösung für ein neues Konzerthaus in Luzern zu suchen. «Ich habe Musik gern, doch noch lieber habe ich meine Vaterstadt Luzern», begründet er sein Engagement als damaliger Stiftungsratspräsident der Konzerthausstiftung. Luzern lief damals Gefahr, seinen Ruf als Musikstadt mit internationaler Ausstrahlung zu verlieren. Das Kunsthaus, der ehemalige Meili-Bau, hatte ausgedient. Wegen verschiedener, sich konkurrenzierender Projekte mussten Walter von Moos und seine Kollegen vor allem viel Überzeugungsarbeit für den Neubau eines Konzerthauses leisten. Aus dieser Arbeit ging schliesslich das heute weltweit bewunderte Kultur- und Kongresszentrum KKL hervor.

Ehrennadel erhalten
Mit grosser privater finanzieller Beteiligung. «Stadtpräsident Franz Kurzmeyer sagte zu mir, du musst 10, 15 Millionen Franken sammeln. Ich sagte ja, Franz, das mache ich», erzählt Walter von Moos lächelnd. Er und seine Mitstreiter sammelten dann 65 Millionen. Walter von Moos unterstreicht die Bedeutung der «beispielhaften Gemeinschaftsarbeit zwischen der öffentlichen Hand und privaten Kreisen» bei der Realisierung des KKL. Er hat 1992 für seine grosse Leistung die Ehrennadel der Stadt Luzern erhalten. Hätte er dem neuen Luzerner Konzerthaus einen Namen geben dürfen, so hätte Walter von Moos sich für «Palais Nouvel» entschieden, «für etwas Einmaliges».

Ruth Schneider

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.