WANDERN: Auf neuen Wegen durchs Rontal

Die Rontaler Gemeinden planen einen 12 Kilometer langen Höhenweg. Im Herbst soll er eröffnet werden. Später könnte er sogar bis über die Kantonsgrenze führen.

Isabelle Jost
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Abschnitt des neuen Höhenwegs im Gebiet Ober Äbrüti oberhalb Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli (22. Mai 2017))

Abschnitt des neuen Höhenwegs im Gebiet Ober Äbrüti oberhalb Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli (22. Mai 2017))

Isabelle Jost

region@luzernerzeitung.ch

Manch einer wird wohl schon mal die Velorouten im Rontal erprobt haben. Nun soll bald ein weiterer Weg geschaffen werden, der den Fussgängern Rechnung trägt: Der Rontaler Höhenweg, 12 Kilometer lang, 450 Höhenmeter, und voraussichtlich ab diesem Herbst begehbar. Er wird gemeinsam von den Gemeinden Honau, Gisikon, Root, Dierikon und Ebikon realisiert.

Noch ist der genaue Wegverlauf nicht überall im Detail geklärt, doch voraussichtlich wird die Strecke von der Kapelle Honau bis zum Unterlöchli in Ebikon verlaufen. Dazwischen sind verschiedene Etappenziele, wie der Kneippgarten Gisikon. Der Weg soll zudem an vier Bauernhöfen vorbeiführen. Die meisten Teilstücke bestehen bereits als Wanderwege, so etwa der Jubiläumsweg in Ebikon, der in den neuen Höhenweg integriert wird. Einige kurze Teilstrecken müssen jedoch als Wanderwege ergänzt werden. Dazu sind teilweise Einwilligungen von Grundeigentümern notwendig. Laut Alois Muri, Gemeindepräsident von Gisikon, sind diese noch in Root, Dierikon und Ebikon ausstehend. Doch Muri ist zuversichtlich: «Auch bei ihnen kommt das Projekt gut an, es handelt sich daher meist noch um eine rechtliche Bestätigung.»

In den letzten Wochen wurde laut Muri zudem das grösste Hindernis aus der Welt geschafft: Die kaputte Brücke über dem Grenzbach zwischen Root und Dierikon wurde vom Zivilschutz durch eine Furt ersetzt.

In der Projektgruppe sind die Gemeindepräsidenten und Gemeindeschreiber vertreten. Projektleiterin ist Nathalie Mil, Gebietsmanagerin von Luzern Ost. Vom Verein Luzerner Wanderwege wurde Andreas Lehmann herbeigezogen, der die Bemühungen der Gemeinden sehr begrüsst. «Wir bieten gerne Unterstützung zur Wanderweggestaltung und zur Beschilderung», sagt er. Finanziert wird das Projekt von allen Rontaler Gemeinden gemeinsam. Der Kostenschlüssel ist allerdings noch nicht aufgeteilt, da auch die Höhe der Kosten noch unklar ist. Zudem wird geprüft, ob sich Sponsoren für das Projekt finden lassen, oder ob Vereine mithelfen wollen. In Zukunft könnte der Weg sogar noch länger werden: «Möglich ist, dass der Höhenweg dereinst bis nach Rotkreuz verläuft», sagt der Ebikoner Gemeindepräsident Daniel Gasser. Gespräche seien bereits im Gang.

Bild: Grafik: LZ

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