WASHINGTON: Absturz wohl wegen vereisten Tragflächen

Ursache für den Flugzeugabsturz im US-Staat Montana mit 14 Toten könnten nach Meinung von Experten vereiste Tragflächen gewesen sein. Zunächst war eine Überladung der Maschine als Absturzursache vermutet worden.

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Arbeiten an einer PC-12 in einer Halle der Pilatus Flugzeugwerke in Stans. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Arbeiten an einer PC-12 in einer Halle der Pilatus Flugzeugwerke in Stans. (Archivbild Fabian Fellmann/Neue NZ)

Dies weil in der Maschine vom Typ Pilatus PC-12 drei Personen mehr gesessen hatten als zugelassen.

Alle 14 Insassen – darunter sieben Kinder im Alter von ein bis neun Jahre – waren am Montag ums Leben gekommen, als die einmotorige Propellermaschine beim Anflug auf den Flughafen Butte etwa 150 Meter vor der Landebahn in einen Friedhof stürzte und in Flammen aufging.

Kurz vor dem Absturz hatte die Maschine laut Wetterdienst eine Luftschicht mit Temperaturen unter null Grad und 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit durchquert. Dies habe möglicherweise zu einer Vereisung der Tragflächen geführt, erklärte der Luftfahrtexperte John Goglia. Im vergangenen Monat war bei ähnlichen Bedingungen eine Maschine in einem Vorort von Buffalo gestürzt, wobei 50 Menschen ums Leben kamen.

Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB erklärte in Montana, man untersuche alles, was im Zusammenhang mit dem Wetter stehe. Wie die Pilatus Flugzeugwerke AG mitteilt, ist seit Montagmorgen ebenfalls ein Spezialistenteam der Flugzeugwerke vor Ort. 

ap