WASSER: Einmal Petrus spielen

Das Spiel mit dem kostbaren Nass soll Luga-Besucher auf den Umgang mit Wasser aufmerksam machen. Dabei werden auch Tipps gegeben.

Anja Glover
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Colin Wütschert erfährt beim Wasser-Experiment Wissenswertes über die Umwelt. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 5. Mai 2017))

Colin Wütschert erfährt beim Wasser-Experiment Wissenswertes über die Umwelt. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 5. Mai 2017))

Anja Glover

stadt@luzernerzeitung.ch

Über 4200 Liter virtuelles Wasser soll der Durchschnittschweizer täglich verbrauchen. Virtuell, weil dabei nicht nur das tatsächlich verbrauchte Wasser mitgerechnet wird, sondern auch jenes, welches für die Herstellung der verwendeten Produkte benötigt wird. Wer also immer wieder das neuste Smartphone besitzt, verbraucht damit nicht nur Geld, sondern auch Wasser. An der Sonderschau «Wasser – alles klar!» wird den Besuchern auf spielerische Art Wissenswertes rund um das Thema vermittelt.

Damit möchte die Stiftung Pusch die Gesellschaft sensibilisieren. Dass Wasser die Quelle des Lebens ist, seien sich die Menschen zu wenig bewusst. «Gerade deshalb wollen wir den Luga-Gästen Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser geben», so Ausstellungsbetreuerin Elizabeth Haab (26). Wussten Sie zum Beispiel, dass das öffentliche Kanalisationsnetz der Schweiz länger ist als der Erdumfang?

Der 8-jährige Colin kann sich unter den hohen Zahlen nicht viel vorstellen, die Wasserexperimente wecken dafür das Interesse des Jungen. Was Kindern im Experiment Spass bereitet, ist in der Realität weniger lustig: Gerade hat Colin Petrus gespielt und ein Dorf zum Überschwemmen gebracht. Erkenntnis: Asphaltierte Böden ermöglichen kein Absickern des Regenwassers. Bei einem weiteren Experiment kann eine Pflanze gedüngt werden. Der schnellwachsende Garten aber hat das Aussterben der Fische zur Folge.

So wird Wasser im Alltag gespart

Um wirklich Wasser zu sparen, reiche es also nicht, etwas weniger lange zu duschen. «Wichtig ist vor allem, dass man auf seinen Einkauf achtet. Gerade die Fleisch- und Kleiderproduktion verbrauchen sehr viel Wasser», sagt Elizabeth Haab. Um die natürlichen Gewässer sauber zu halten rät Pusch zudem, Essig statt Weichspüler zu verwenden und keine Chemikalien in die Toilette zu werfen.