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Wasserflugzeuge dürfen am Rosenfest in Weggis definitiv starten

Der Grüne Surseer Kantonsrat Andreas Hofer wollte die Bewilligung für die Durchführung von Passagierflügen mit Starts auf dem Vierwaldstättersee am Rosenfest in Weggis rückgängig machen. Die Mehrheit des Luzerner Parlaments hält nichts davon.
Lukas Nussbaumer

Am Rosenfest in Weggis, das vom 5. bis 7. Juli stattfindet, sollen Passagierflüge mit Wasserflugzeugen durchgeführt werden. Das beantragten die Gemeinde Weggis, der Verein Rosenfest Weggis sowie die Seaplane Pilots Association Switzerland Anfang März dieses Jahres. Drei Monate später erteilte die Luzerner Polizei die Bewilligung. Und am Dienstagnachmittag gab auch der Luzerner Kantonsrat seinen Segen zu dieser nautischen Veranstaltung.

Im Bild ist die Rosenkönigin 2018 von Weggis, Fabienne Joller ( mitte) mit den RosenprinzessinnnenNicole Meister, Jasmin Michel, Erit van der Bank und Marina Glaninger (von links). (Bild: Roger Grütter, Weggis, 8. Juli 2019)

Im Bild ist die Rosenkönigin 2018 von Weggis, Fabienne Joller ( mitte) mit den Rosenprinzessinnnen
Nicole Meister, Jasmin Michel, Erit van der Bank und Marina Glaninger (von links). (Bild: Roger Grütter, Weggis, 8. Juli 2019)

Dass sich der Kantonsrat überhaupt mit der Bewilligung befassen musste, ist auf einen Vorstoss von Andreas Hofer (Grüne, Sursee) zurückzuführen. Er verlangte in einem dringlich eingereichten Postulat die Aufhebung der Bewilligung. Hauptgründe: Die Flüge würden keinen Mehrwert für das Rosenfest bringen, und es werde die Luft verschmutzt. Hofer sagte bei der Diskussion über seinen Vorstoss:

«Bis jetzt hat niemand diese Wasserflugzeuge vermisst. Die Regierung soll die Bewilligung zurückziehen.»

Der Support für Hofers Anliegen war bescheiden: Neben den Grünen stimmte nur noch die SP für die Erheblichkeitserklärung des Postulats. CVP, SVP, FDP und die GLP fanden, die Bewilligung sei erstens rechtens und zweitens mit genügend Auflagen verbunden. So wies Michael Kurmann (CVP, Dagmersellen) darauf hin, die Zahl der Flugbewegungen sei von 600 auf 360 reduziert worden, und über die Mittagszeit und am Abend seien keine Flüge erlaubt, was die Lärmbelästigung reduziere.

Justiz- und Sicherheitsdirektor Paul Winiker merkte an, dass die Luzerner Polizei zuständig sei für die Bewilligung. Die Regierung habe sich nie mit diesem Geschäft beschäftigt. Wolle man dies ändern, müsse das Gesetz geändert werden. Das Kantonsparlament war gleicher Meinung und lehnte das Postulat nach angeregter Diskussion mit 72 zu 30 Stimmen bei 4 Enthaltungen ab.

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