WASSERKRAFT: Luzern will Wasserkraft besser nutzen

Der Regierungsrat des Kantons Luzern will die Wasserkraftnutzung ausbauen. Die Bedeutung der Wasserkraft bleibt aber bescheiden.

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Die Wasserkraft gewinnt an Bedeutung. (Archivbild/Neue LZ)

Die Wasserkraft gewinnt an Bedeutung. (Archivbild/Neue LZ)

Derzeit ist fast die Hälfte des wirtschaftlich nutzbaren Wasserkraftpotenzials noch nicht erschlossen. Das zeigt der Regierungsrat im Planungsbericht über die Wasserkraftnutzung auf.

Untergeordnete Rolle
Der Bericht ist Teil der regierungsrätlichen Strategie zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Reduktion des Energieverbrauchs. Der Kanton Luzern spielt bei der Wasserkraftnutzung zur Stromerzeugung im schweizerischen Vergleich jedoch eine untergeordnete Rolle. Alle rund 200 Wasserkraftwerke weisen eine Leistung unter 10 Megawatt auf und gelten deshalb als Kleinwasserkraftwerke.
Wie der Regierungsrat im Planungsbericht darlegt, soll das Wasserkraftpotenzial möglichst wirksam genutzt werden. Grundsätzlich soll die Wasserkraftnutzung in allen Gebieten, in denen sie nach Bundesrecht nicht ausgeschlossen ist, möglich sein.

Grosses Interesse
Der Kanton Luzern setzt beim Ausbau der Wasserkraftnutzung auf die Optimierung der bestehenden Infrastruktur und auf die Neukonzessionierung von Wasserkraftwerken mit einer grossen Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit. So wird ein geplantes grösseres Kraftwerksvorhaben einem kleineren vorgezogen, wenn es im Rahmen der Rechtsordnung einen grösseren Nutzen erbringen kann und die Kosten der Energieerzeugung im Rahmen der üblichen Preise liegen.
Das Interesse an der Wasserkraftnutzung im Kanton Luzern ist stark gestiegen. Zurzeit liegen rund ein Dutzend Anfragen für Konzessionen zum Bau und Betrieb von Kleinwasserkraftwerken vor.

pd/bep