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WASSERSPORT: Seeclub Sursee bekommt ein neues Bootshaus

Die alte Anlage ist 35-jährig und hat ausgedient. Das neue Bootshaus inklusive Kraft- und Fitnessraum kann gebaut werden – auch dank der finanziellen Unterstützung eines Olympiasiegers.
So soll das neue Bootshaus aussehen. (Bild: seeclub-sursee.ch)

So soll das neue Bootshaus aussehen. (Bild: seeclub-sursee.ch)

Im vergangenen Jahr durfte der Seeclub Sursee sein 100-Jahr-Jubiläum feiern. Mit dem Spatenstich für die neue Bootshalle hat der Verein jetzt einen weiteren Nagel eingeschlagen. «Das ist für uns ein Meilenstein», sagt Michael Kiel. Er begleitet das Projekt einerseits als Vorsitzender der dazu gegründeten Finanzkommission. Andererseits vertritt Kiel dabei auch die Genossenschaft, welche zugleich Besitzerin und Bauherrin des Bootshauses ist. Das Bauvolumen der neuen Anlage beträgt zwei Millionen Franken. Die Verantwortlichen hoffen, das neue Gebäude im Oktober beziehen zu können.

Rund 35 Jahre hat die alte Anlage auf dem Buckel. Mittlerweile ist das Dach undicht und der Platz für die Boote reicht nicht mehr aus. Die Verhältnisse sind zu eng geworden. Deshalb hat der Seeclub Ende 2016 im Hinblick auf den geplanten Umbau eine umfassende Bedürfnisanalyse bei allen Mitgliedern des Seeclub Sursee durchgeführt. Der hohe Rücklauf von rund 86 Prozent habe die Verantwortlichen positiv überrascht und «uns in der Überzeugung bestärkt, den geplanten Umbau in Angriff zu nehmen».

Was mit einer Vision begann, habe sich sukzessive entwickelt und münde nun schliesslich in diesen Neubau, so Kiel anlässlich des Spatenstichs. Das Projekt sieht vor, die alte Bootshalle komplett abzureissen. Weiter wird der bestehende Hallenboden in der Länge wie auch in der Breite um rund drei Meter vergrössert. Damit man den statischen Anforderungen gerecht werden kann, muss die gesamte neue Fläche mit sogenannten Micropfählen gesichert werden.

Kanton gab grünes Licht für das Gesuch

Das neue Haus soll als moderne Holzbaukonstruktion aufgebaut werden. Neben dem Lagerplatz, welcher künftig für 40 bis 50 Boote Platz bietet, ist zu den Garderoben, Duschen und Toiletten neu ein rund 215 Quadratmeter grosser Kraft- und Fitnessraum vorgesehen. Dieser ermöglicht auch entsprechende Trainings während den Wintermonaten. Mit dazu beigetragen hat auch der Schenkoner Olympiasieger Simon Schürch. Der Kanton sprach ihm 20'000 Franken für ein neues Boot oder eine gleichwertige Vereins-Investition zu – wie übrigens auch dem andern Luzerner Mitglied des Leichtgewichts-Gold-Vierers von Rio Mario Gyr. Das Gesuch, den Betrag für diesen Kraft- und Fitnessraum einzusetzen, sei positiv beantwortet worden, erklärt Kiel. Das Rudern werde immer physischer, betont Schürch die Wichtigkeit einer solchen Trainingsmöglichkeit. So ein Raum sei eine Investition für die nächste Generation. Damit wolle er dem Verein auch etwas zurückgeben, sagt der nach den Olympischen Spielen in Rio vom Spitzensport zurückgetretene Ruderer.

Die Finanzierung des Projekts sei gesichert, sagt Kiel. Diese steht auf vier Säulen. Die öffentliche Hand ist mit den Gemeinden Schenkon, Oberkirch und Sursee daran beteiligt. Weiter darf der Seeclub auf Sponsoren zählen. Rund ein Viertel hat der Verein eigenfinanziert, der Rest ist Fremdkapital.

Bisher war schon der Sempachersee Anziehungspunkt für ausländische Spitzenruderer. So schlagen hier Athleten aus Übersee oder Neuseeland Trainingscamps auf. Daher könnte sich Kiel vorstellen, dass «weitere Ruderer von den neuen Möglichkeiten profitieren wollen.»

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

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