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WASSERVERSORGUNG: Weggis dürstet nach mehr

Das heutige Wasserreservoir Remsi ist veraltet. Die Situation wurde auch schon vom Lebensmittelinspektorat bemängelt. Nun soll ein neues Reservoir für 4,4 Millionen Franken entstehen.
Susanne Balli
Das alte Reservoir (unten links) zwischen den Bäumen soll durch ein neues direkt an der Strasse (rechts) ersetzt werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Das alte Reservoir (unten links) zwischen den Bäumen soll durch ein neues direkt an der Strasse (rechts) ersetzt werden. (Bild: Visualisierung: PD)

Susanne Balli

susanne.balli@luzernerzeitung.ch

Weggis soll ein neues Wasserreservoir erhalten. Die Stimmbürger können am 24. September über einen Kredit von 4,39 Millionen Franken befinden. Am 5. September will der Gemeinderat eine Orientierungsversammlung dazu durchführen. Das 1925 gebaute Reservoir ist in die Jahre gekommen. Insbesondere im Bezug auf die Qualitätssicherung und die Arbeitssicherheit. «Heute bestehen ganz andere Anforderung an die Überwachung, Reinigung und den Unterhalt als vor 90 Jahren», sagt Gemeindeammann Baptist Lottenbach. Das Reservoir Remsi sei regelmässig durch das Lebensmittelinspektorat und die Fachstelle für die Kontrolle der Wasserversorgung überprüft worden. Dabei sei wiederholt auf die unbefriedigende Situation hingewiesen und eine Verbesserung verlangt worden. «Das Trinkwasser war immer einwandfrei, geltende Richtlinien müssen jedoch eingehalten werden.»

Vierfaches Volumen des alten Reservoirs

Auch das Volumen für sogenanntes Brauchwasser genügt nicht mehr. Lottenbach: «Es kann im alten Reservoir nicht alles Wasser, das von den Quellen kommt, genutzt werden.» Weggis sei im westlichen Bereich beträchtlich gewachsen. «Das bestehende Netz kommt bezüglich Förder­kapazität an die Grenzen, Löschwasser muss von einem entfernten Reservoir her durch die ganze Dorfzone transportiert werden», so Lottenbach. Mit 1300 Kubikmetern kann das neue Reservoir im Vergleich zum alten mehr als den vierfachen Inhalt fassen (das heutige Reservoir fasst 300 Kubikmeter). Das Volumen soll in zwei Kammern aufgeteilt werden. Damit kann für Wartungsarbeiten eine Kammer ohne Auswirkungen ausser Betrieb genommen werden. Die beiden Kammern sollen separat bewirtschaftet werden können. Damit verfügt das neue Reservoir über Brauchreserven von 1000 Kubikmetern und 300 Kubikmetern Löschwasserreserve. Mit diesem Volumen und der Höherlegung des Reservoirs könne die Wasserversorgung Weggis dann auch die Vorgaben der Gebäudeversicherung des Kantons Luzern bezüglich Brandschutz verbessern.

Das neue Reservoir soll nördlich des bestehenden Reservoirs Remsi im Gebiet des Hofes Geissbühl direkt an der Strasse und in Stahlbetonbauweise gebaut werden. Sichtbar soll lediglich das Zugangsgebäude sein, das sich laut Lottenbach der ländlichen Umgebung anpassen wird.

Künftig kein trübes Trinkwasser mehr

Die Wasserleitungen der beiden Quellzuläufe «Schloss» und «Langenfluh» stammen aus dem Jahr 1914. Sie werden ersetzt und je mit einer Trübungsmessung ausgestattet. «Nach Gewittern sind Trübungen in den Quellen im Rigigebiet nichts Aussergewöhnliches», sagt Lottenbach. Beim neuen Reservoir kann verhindert werden, dass Trinkwasser mit zu hoher Trübung ins Versorgungsnetz kommt.

In den 4,39 Millionen Franken für das neue Reservoir sind unter anderem die Arbeiten im Leitungsnetz und der Rückbau des alten Reservoirs enthalten. Die Gebäudeversicherung des Kantons Luzern wird sich mit zirka 150 000 Franken an den Kosten beteiligen. Wie Lottenbach sagt, wurde in den letzten Jahren geprüft, ob das bestehende Reservoir Remsi saniert und erweitert werden könnte. «Die Mauern des 90-jährigen Reservoirs sind relativ dünn gebaut und statisch auf das stützende Erdreich angewiesen. Anbauten würden mit Sicherheit zu Rissen führen», erklärt er.

Die Wasserversorgung Weggis verfügt aufgrund der Topografie und Höhenlage der Siedlungen über sieben Druckzonen mit total neun Reservoirs.

Hinweis

Die Orientierungsversammlung findet am 5. September um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Sigristhofstatt statt.

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