Ebikon: Ruedi Mazenauer (FDP) verfehlt absolutes Mehr – 23 Stimmen fehlen

Der Ebikoner FDP-Gemeinderat Ruedi Mazenauer hat das absolute Mehr um 23 Stimmen knapp verfehlt. Jetzt könnte es zum Duell mit der SP-Herausforderin Marianne Wimmer-Lötscher kommen.

Simon Mathis
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Ruedi Mazenauer, FDP, Ebikon

Ruedi Mazenauer, FDP, Ebikon

Bild: PD

In Ebikon bahnt sich ein Duell um den fünften Sitz im Gemeinderat an. Der FDP-Gemeinderat Ruedi Mazenauer (Bildung und Soziales) wurde im ersten Wahlgang knapp nicht gewählt: Mit 1207 Stimmen hat er das absolute Mehr um 23 Stimmen verfehlt. Die vier anderen Bisherigen wurden bestätigt. Die SP-Herausforderin Marianne Wimmer-Lötscher liegt 151 Stimmen hinter ihm.

«Ich hatte im Vorfeld keine Erwartung an das Resultat der Wahl», sagt Ruedi Mazenauer. Vieles sei in der Schwebe gewesen, da sich Ebikon zurzeit in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befinde. «Dafür, dass ich erst seit zwei Jahren im Amt bin, ist das Ergebnis respektabel», so Mazenauer. Immerhin über 1200 Stimmen seien zusammengekommen. «Ich bedanke mich bei allen, die mir das Vertrauen geschenkt haben.» Über den zweiten Wahlgang will Mazenauer noch nicht sprechen: «Erst will ich mich nun mit der Partei beraten.»

Die SP-Kandidatin Marianne Wimmer ist glücklich mit ihrem Resultat. «Ich kann zufrieden sein», sagt die Leiterin des Alters- und Pflegeheimes Höchweid auf Anfrage. «Schliesslich bin ich gegen fünf amtierende Gemeinderäte angetreten.» Ob Wimmer im zweiten Wahlgang antritt, muss noch mit der SP abgesprochen werden. «Ich persönlich würde hoffnungsvoll in den zweiten Wahlgang starten», sagt sie.

«Ich glaube, wir können uns hier durchaus realistische Wahlchancen ausrechnen. Es bietet sich jetzt die Gelegenheit, rot-grüne Kräfte zu bündeln.»

GLP-Kandidatin tritt nicht mehr an

Ein mässiges Resultat erzielte die GLP-Kandidatin Heidi Koch: Sie muss sich mit 498 Stimmen begnügen. «Etwas mehr Stimmen hätte ich schon erwartet», sagt Heidi Koch auf Anfrage. «Das schmerzt. Allerdings nicht aufgrund meiner Person – das kann ich verkraften.» Bedauerlich sei viel eher, dass Mitte-Links im Gegensatz zu Mitte-Rechts im Gemeinderat zu schwach vertreten sei. «Dass gerade zu Zeiten von Corona der soziale Gedanke so kurz kommt, ist wirklich bedauerlich.» In diesem Zusammenhang bedaure Heidi Koch auch, dass die SP-Kandidatin Wimmer nicht direkt ins Gremium gewählt wurde. Auch Koch blickt nun mit Spannung auf einen allfälligen zweiten Wahlgang – bei dem sie selbst aber nicht mehr verteten sein wird.

Besonders der CVP waren die Ebikoner wohl gesonnen. Das beste Resultat machte Susanne Troesch-Portmann (CVP) mit 1640 Stimmen. Daniel Gasser (CVP) wurde mit 1711 Stimmen konkurrenzlos als Gemeindepräsident bestätigt. Bei der Wahl in den Gemeinderat lag er 25 Stimmen hinter seiner Parteikollegin Troesch-Portmann und erzielte damit das zweitbeste Resultat.

«Ich bin sehr erfreut», sagt der bestätigte Gemeindepräsident Daniel Gasser. «Wir leben in einer Zeit, in der Kritik schneller geäussert wird als Lob.» Deshalb werte er das Resultat als Vertrauensbeweis an die bisherigen Gemeinderäte: «Im Grossen und Ganzen findet die Bevölkerung unseren Kurs richtig und gut.»

Die Resultate im Überblick:

*
bisher im Amt.
gewählt
Susanne Troesch-Portmann
Susanne Troesch-Portmann *
CVP
1 640
Daniel Gasser
Daniel Gasser *
CVP
1 615
Hans Peter Bienz
Hans Peter Bienz *
parteilos
1 555
Andreas Michel
Andreas Michel *
parteilos
1 301
Ruedi Mazenauer
Ruedi Mazenauer *
FDP
1 207
Verfügbare Sitze: 5
Marianne Wimmer-Lötscher
Marianne Wimmer-Lötscher
SP
1 056
Heidi Koch
Heidi Koch
GLP
498
Absolutes Mehr
1 230 Stimmen

Die Gewählten und Nichtgewählten im Überblick:

Gewählt: Hans Peter Bienz, parteilos (bisher)
7 Bilder
Gewählt: Daniel Gasser, CVP (bisher)
Gewählt: Andreas Michel, parteilos (bisher)
Gewählt: Susanne Troesch-Portmann, CVP (bisher)
Nicht gewählt: Ruedi Mazenauer, FDP (bisher)
Nicht gewählt: Marianne Wimmer-Lötscher, SP
Nicht gewählt: Heidi Koch, GLP

Gewählt: Hans Peter Bienz, parteilos (bisher)

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