Wegen Corona: Anzahl Logiernächte geht in der Stadt Luzern um 72,3 Prozent zurück

Der Kanton Luzern – und die Stadt im Speziellen – verzeichnen einen massiven Rückgang bei den Logiernächten. Luzern Tourismus rechnet für 2020 insgesamt mit rund 800'000 Logiernächten weniger.

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Auch das Hotel Schweizerhof musste Mitte März vorübergehend schliessen.

Auch das Hotel Schweizerhof musste Mitte März vorübergehend schliessen.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 18. März 2020)

(hor) Die Zahlen sind zwar keine Überraschung, geben aber in ihrer Deutlichkeit dennoch zu denken: Wegen der Coronakrise ist die Zahl der registrierten Übernachtungen im Kanton Luzern bereits im März 2020 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 66,7 Prozent von 91’324 auf 45’668 Logiernächte eingebrochen. In der Stadt Luzern betrug der Logiernächterückgang sogar 72,3 Prozent. Dies schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf die CVP-Interpellation «Wie geht es wirtschaftlich in der Stadt Luzern weiter?». Die Luzern Tourismus AG rechnet für das Jahr 2020 mit einem Rückgang von 800’000 Übernachtungen. Dies entspricht einem Minus von 62 Prozent. Gerade das Ausbleiben von Gästen aus dem Ausland – insbesondere Fernmärkten – dürfte Stadt und Kanton Luzern besonders treffen.

Das Bundesamt für Statistik nahm Anfang April eine Schätzung vor, wie viele Unternehmen aufgrund der COVID-19-Verordnung ihren Betrieb vorübergehend einstellen mussten. In der Stadt Luzern waren es 1’755 Arbeitsstätten (21,4 Prozent) und 11’541 Personen (14,2 Prozent). Gemäss Schätzungen per 12. Mai 2020 sind auch nach den ersten Lockerungen vom 11. Mai im Kanton Luzern weiterhin 930 Betriebe mit rund 5’160 Beschäftigten von der Schliessung betroffen. Die Zahlen geben laut Stadtrat einen ersten Eindruck der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft der Stadt Luzern. Das komplette Ausmass werde sich jedoch erst in den kommenden Wochen und Monaten konkretisieren.

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