Wegen Corona-Virus: Erlebnisevent Wiwa 2020 in Willisau muss um ein Jahr verschoben werden

«Willisau wandelbar», die Gewerbeausstellung in der Region Willisau, wird wegen dem Corona-Virus um ein Jahr verschoben. Gegen den Ausfall ist das Organisationskomitee jedoch nicht versichert.

Fabienne Mühlemann
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Die Wiwa 2020 vom 28. bis 29. März wird um ein Jahr auf den 27. und 28. März 2021 verschoben. Das schreibt das Organisationskomitee in einer Mitteilung. Am Erlebnisevent in der Region Willisau sind rund 100 Teilnehmende aus Gewerbe, Tourismus und Vereinen der Luzerner Napfregion involviert. Es sei für das OK ein schwieriger Entscheid gewesen, sagt Vanessa Kunz, Medienverantwortliche der Wiwa 2020 auf Anfrage. Sie hätten viel Arbeit in die Vorbereitungen für den Anlass, welcher erstmals in dieser Form stattgefunden hätte, gesteckt. Doch schlussendlich sei ein zu grosses wirtschaftliches Risiko vorhanden gewesen.

Denn würde der Bund die zweiwöchige Massnahme, dass alle Grossanlässe wegen des Corona-Virus verboten sind, verlängern, müsste das OK den Anlass kurzfristig absagen. Das hätte grössere finanzielle Folgen, so Kunz. «Durch die frühe Absage können wir Ausgaben zum Beispiel für Marketingmassnahmen, die kurz vor dem Anlass geplant waren, reduzieren.» Die Teilnehmer können somit auch genug früh Dienstleistungen stornieren, wie zum Beispiel den Bezug von Zelten für die Ausstellung», sagt Kunz. Ausserdem würden, sollte die Massnahme des Bundes doch nicht verlängert werden, laut dem OK aus Angst oder Vorsicht vor dem Corona-Virus vermutlich weniger Personen den Anlass besuchen. Wie viel genau das OK durch die frühe Absage spart, könne bis Ende Woche eruiert werden.

Das OK: Adrian Affentranger, Werner Frey, Roland Burri (hintere Reihe von links nach rechts). Josef Albisser, Vanessa Kunz, Oliver Küttel (vordere Reihe von links nach rechts).

Das OK: Adrian Affentranger, Werner Frey, Roland Burri (hintere Reihe von links nach rechts). Josef Albisser, Vanessa Kunz, Oliver Küttel (vordere Reihe von links nach rechts).

Bild: Thomi Studhalter

Durch Sponsoren finanziert

Wie Kunz erklärt, ist man für diesen Ausfall aber nicht versichert. «Wir haben zwar eine Versicherung abgeschlossen, für den Epidemie-Fall sind wir jedoch nicht geschützt. Das war in dieser Form nicht vorhersehbar.» Der Anlass sei von Sponsoren finanziert, auch die Gemeinde Willisau gehört dazu.

Doch mit der Verschiebung auf nächstes Jahr seien nicht alle bisherigen Ausgaben verloren. «Vieles können wir auch im 2021 noch verwenden, wie zum Beispiel Marketingprodukte», sagt Vanessa Kunz. Von den Dienstleistern hätten sie ausserdem grosse Kulanz zu spüren bekommen. «Sie wissen, dass dieser Ausfall durch höhere Gewalt zustande kam und somit nicht das Verschulden des OK ist. Daher werden zum Teil einige Dienstleistungen nicht in Rechnung gestellt», so Kunz.

Trotzdem bleibt für das Organisationskomitee eine Ungewissheit. Es ist unklar, wie viele Aussteller im nächsten Jahr noch dabei sind. Zudem müssen sie auf Sponsorensuche gehen, um das finanzielle Defizit ausgleichen zu können. «Wir müssen nun die Situation analysieren und die Gespräche mit den Sponsoren suchen», sagt Kunz. Alle bestehenden Sponsoren würden wiederum in die Kommunikation für die Wiwa 2021 involviert, damit alle Leistungen gemäss Vereinbarungen von der Seite des OK eingehalten werden können.

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