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Ozon: So belastet der «Sommersmog» unsere Gesundheit

Die derzeitige Hitze lässt den Ozonwert in der Luft ansteigen – besonders in Luzern. Das kann gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Nicht nur Asthmatiker und Lungenkranke müssen sich in Acht nehmen.
Simon Mathis
Bei Kranken und Ozon-Empfindlichen kann der so genannte «Sommersmog» gesundheitliche Probleme verursachen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. Januar 2013)

Bei Kranken und Ozon-Empfindlichen kann der so genannte «Sommersmog» gesundheitliche Probleme verursachen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. Januar 2013)

Verstärkte Ozonbelastung, wie sie derzeit im Kanton Luzern vorkommt, kann tödlich sein. In der Schweiz seien pro Jahr 200 bis 300 vorzeitige Todesfälle auf den Schadstoff zurückzuführen, schätzt das Bundesamt für Umwelt (Bafu). 2013 habe die Ozonbelastung im europäischen Raum rund 17'000 verführte Todesfälle verursacht, so die europäische Umweltagentur.

«Die Empfindlichkeit ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden», heisst es in einem Faktenblatt des Bafu. Besonders betroffen seinen Personen, die im Freien tätig sind. 10 bis 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung seien wegen des Ozons körperlich weniger leistungsfähig. Der so genannte «Sommersmog» könne ausserdem zu Augenbrennen, Reizungen der Schleimhäute, Entzündung der Atemwege, Kratzen im Hals, Druck auf der Brust und Schmerzen beim tief Einatmen führen. Gemäss einer neuen Studie in der Fachzeitschrift «Environmental Research» erhöhen längere Überschreitungen des Ozongrenzwertes auch das Alzheimer-Risiko.

«Ozon ist ein Reizgas, ein Oxidationsmittel», erklärt Beat Thoët, Co-Präsident der Luzerner Hausarztvereinigung. «Und alles, was oxidiert, ist schädlich. Wir nehmen den Stoff vor allem über die Atmung ein. Das kann zu Reizungen im Bereich der kleinsten Verzweigungen der Lungen führen.» Davon betroffen seien besonders Asthmatiker und Leute mit der Lungenkrankheit COPD. Aber auch bei Gesunden kann die Ozonbelastung zu Problemen führen, insbesondere dann, wenn sie sich in der grössten Hitze anstrengen.

Auch wenn Ozonwerte in geschlossenen Räumen tiefer sind als draussen: Übervorsichtig muss man deswegen nicht werden. «Eine generelle Empfehlung, bei hohen Ozonwerten nicht ins Freie zu gehen, ist nicht notwendig», so das Bafu.

Tipps für einen gesunden Hitzesommer

Nicht nur die Ozonbelastung sorgt an Hitzetagen für gesundheitliche Probleme. «In den heissen Tagen mehren sich Sonnenstiche und Hitzestaus», sagt Beat Thoët. «Auch Badeunfälle gibt es häufiger.» Folgende Ratschläge gibt er für einen gesunden Hitzesommer:

  • Schwere körperliche Anstrengungen wie Sport frühmorgens oder nach Sonnenuntergang erledigen.
  • Vorsicht beim Sprung ins kühle Nass: Der Wasserstand der Seen ist tiefer als gewohnt.
  • Beim Alkoholkonsum ein gesundes Mass halten.
  • Immer genug Wasser trinken.
  • Für Sonnenschutz sorgen – mit Sonnencreme und Schattenspendern wie Strohhüten.
  • Innenräume möglichst gut abkühlen: Morgens durchlüften, tagsüber Fenster schliessen und direkte Sonneneinstrahlung auf die Scheiben vermeiden.
  • Beim häufigen Pendeln zwischen Hitze und klimatisierten Räumen: Immer ein trockenes T-Shirt tragen, um Infekte des oberen Atemwegs zu vermeiden.

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