Wegen Schnee: Güllesilos fast voll

Schnee, Frost und Wasser hindern die Bauern am Austragen der Gülle. Die aktuelle Situation könnte noch ernster werden als jene im «extremen» Winter 2009.

Stefan Santschi
Drucken
Teilen
Gülle auf schneebedeckte Felder aufzutragen, kann zu Gewässerverschmutzungen führen. (Bild: Archiv Neue OZ)

Gülle auf schneebedeckte Felder aufzutragen, kann zu Gewässerverschmutzungen führen. (Bild: Archiv Neue OZ)

Der Platz in den Jauchegruben und Güllesilos vieler Bauern wird knapp. Denn auf schneebedeckten Feldern darf keine Gülle ausgebracht werden. «Das geht unter keinen Umständen», sagt Fritz Birrer von der kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa). Die Gülle könnte mit der Schneeschmelze in einen Bach oder in die Kanalisation abfliessen und die Gewässer verschmutzen. «Im Jahr 2009 registrierten wir mehr als eine Gewässerverunreinigung, weil Bauern in ihrer Verzweiflung Gülle auf den Schnee ausgetragen haben», erinnert sich Birrer.

Was war 2009? «Ein extremer Winter», antwortet Fritz Birrer. Nässe im Herbst sowie ein langer Winter mit Schnee und Frost hinderten die Bauern über lange Zeit am Austragen der Gülle. «Noch am 10. März lag Schnee. Wir hatten massiv Telefonanrufe von Landwirten, die nicht wussten, wohin sie mit der Gülle sollten», erzählt Birrer. Wie die aktuelle Situation aussehe, sei schwierig abzuschätzen. «Viele Bauern sind am Anschlag, viele haben noch Reserven.» Das wahre Ausmass werde man erst erkennen, wenn der Schnee geschmolzen sei. Ein ähnliches Prozedere wie 2009 sei nicht auszuschliessen.

Die Wetterprognosen lassen kaum auf rasche Besserung hoffen. Was also tun? Letzter Ausweg sei das Auslagern von Gülle auf Flächen, die zwar noch nass, aber nicht mehr mit Schnee bedeckt seien, sagt Birrer.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.