WEGGIS: 275 Millionen Franken für 70 Luxus-Suiten

Bis Ende Oktober soll weitere Entscheide über das Projekt Residenz Hertenstein am Vierwaldstättersee fallen. Sie soll der Kulinarik, Kultur, Wissenschaft und Forschung dienen. Die Kosten dafür werden auf 275 Millionen Franken geschätzt.

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Das heutige Hotel Hertenstein soll diesem Neubau weichen. (Visualisierung pd)

Das heutige Hotel Hertenstein soll diesem Neubau weichen. (Visualisierung pd)

Das Hotel Hertenstein war im vergangenen März an den Österreicher Peter Pühringer übergegangen. Eine erste Planungsrunde mit vier Architekturbüros blieb unbefriedigend. Jetzt wurde ein fünftes Projekt vorgestellt, das laut Medienmitteilung vom Dienstag den Vorstellungen des Besitzers entspricht.

Erste vier Modelle durchgefallen
Die bei den ersten vier Modellen vermissten Gesichtspunkte der Zonenkonformität, der Eingliederung in die Landschaft wie auch die vom Landschaftsschutzverband geforderte erhöhte Sensibilität seien hier zu finden, heisst es. Auch seien die Grundlagen der Vorschriften von Bund und Kanton eingehalten.

Das vom Bauherrn gewünschte Ziel einer "grünen Architektur" ist laut Mitteilung sowohl mit der ökologischen Fassadenarchitektur und Kühlung sowie mit der geplanten Gestaltung des See- und Hügelparks erreicht worden. Zudem soll der Individualverkehr durch Kleinbusse oder über Verbindungen über den See vermindert werden.

Medizinalzentrum – und sechs Weinkeller
Das 275-Millionen-Projekt sieht 70 Suiten sowie Räume für Seminare, Konzerte und Vorträge vor. Dazu kommen Gastronomiebetriebe, Unterkünfte für Mitarbeiter, unterirdische Parkplätze, ein medizinisches Fachzentrum und nicht weniger als sechs Weinkeller.

Die Pläne seien zur Vorprüfung an alle beteiligten Organisationen bzw. Behörden weitergereicht worden. Bis Ende Oktober werde über alle notwendigen Entscheidungen beraten. Die Residenz Hertenstein soll zu einem ebenbürtigen Schwesterhaus des Palais Coburg in Wien werden.

sda