WEGGIS: 650 Tonnen Fels werden weggesprengt

Mitte Juni haben sich beim Chienbach oberhalb der Schwanzfluh in der Gemeinde Weggis zwei Felsbrocken gelöst. Diese werden nun weggesprengt.

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Blick vom oberen Rand der Ausbruchstelle auf die abgerutschten Blöcke. (Bild pd)

Blick vom oberen Rand der Ausbruchstelle auf die abgerutschten Blöcke. (Bild pd)

Am Dienstagnachmittag, 27. Juli, werden zwei Felsbrocken gesprengt. Noch in dieser Woche werden die Löcher für den Sprengstoff in die Steine gebohrt, wie die Gemeinde Weggis schreibt.

Überwachung mit Lasermessgerät
Die Ausbruchstelle befindet sich am unteren Rand der sogenannten «Müseralp-Rutschung», die sich gemäss den Geologen mit durchschnittlich mehreren Zentimetern pro Jahr talwärts bewegt. Seit dem Felsabbruch Mitte Juni wurden die grossen Blöcke mit Lasermessungen überwacht. Eine detaillierte Abklärung der Fachleute zeigte, dass die grossen Blöcke auf instabilem Untergrund sitzen und dass über kurz oder lang mit einem Absturz der grossen Blöcke zu rechnen ist.

100'000 Franken Kosten
Nach entsprechenden Abklärungen beim Kanton und Empfehlungen der Fachleute hat der Gemeinderat entschieden, dass die beiden Grossblöcke umgehend eliminiert werden. Die Sofortmassnahmen werden aus der heutigen Sicht rund 100'000 Franken kosten, der Kanton wird sich mit 50 Prozent an den Gesamtkosten beteiligen.

Temporäre Sperrung der Strassen
Es werden sämtliche Vorkehrungen getroffen, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Die betroffenen Anwohner des Gebietes Linden müssen während der Sprengungen ihre Häuser verlassen. Auf der Rigi-, Zingeli- und Tannenbergstrasse wird während der Sprengung ein Verkehrsdienst eingerichtet.

pd/rem/zim