WEGGIS: Gemeinde Weggis zahlt Gefahrenschutz alleine

Weggis entschied am Sonntag, wer die ungedeckten Kosten für die Sanierung der Naturgefahren trägt. Die Berechtigten stimmten klar für die technisch einfachere, erste Variante, die vom Gemeinderat auch priorisiert wurde.

Drucken
Teilen
Gemeindepräsident Kaspar Widmer vor der Verbauung Laugneri, einer Massnahme gegen Erdrutsche. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Gemeindepräsident Kaspar Widmer vor der Verbauung Laugneri, einer Massnahme gegen Erdrutsche. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

In Weggis übernimmt die Gemeinde die Restkosten, die bei der Sanierung von Naturgefahren anfallen. Die Stimmberechtigten hiessen am Sonntag den Verzicht auf das Perimeterverfahren mit 946 zu 417 Stimmen gut. Die Stimmbeteiligung lag bei 51,5%.

Der Gemeinderat schlug vor, dass die Kosten komplett durch das Gemeinwesen übernommen werden. Die Alternative hätte darin bestanden, aufs Perimeterverfahren zurückzugreifen: Der Grundsatz des Perimeters sieht vor, dass jeder so viel zu bezahlen hat, wie er profitiert.

«Praktisch alle betroffen»
«Die Unwetterkatastrophe von 2005 hat gezeigt, dass durch solche Ereignisse praktisch die ganze Bevölkerung betroffen ist, ob durch Überflutungen oder durch den Unterbruch von Verkehrswegen», argumentierte der Gemeinderat. Seiner Meinung nach wäre es technisch sehr aufwändig, die Kosten auf einzelne Anrainer umzulegen.

Konkret ging es um ungedeckte Kosten von knapp 3 Millionen Franken, die per Ende 2007 nach Abzug aller Subventionen übrig blieben. 2 Millionen Franken hätte die Gemeinde Weggis so oder so selbst zahlen müssen; die dritte Million hätte sie nach dem Perimeterprinzip auf einzelne Personen umlegen können, die von den Sicherungsmassnahmen profitieren. Diese Alternative wurde nun von der Bevölkerung abgelehnt.

tö/kst