WEGGIS: Hotelfachschule plant Neubau

Der Gemeinderat befürwortet einen Neubau der Hotelfachschule – und will dazu die Ortsplanung anpassen.

Niels Jost und Matthias Stadler
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Das mehrstöckige Gebäude in der Lützelau in Weggis, in welchem Hotelfachleute ausgebildet werden, ist in die Jahre gekommen. Seit längerem gibt es Bestrebungen, den Studenten eine bessere Unterkunft anzubieten. Nun kommt wieder Bewegung in die Sache um das Gebäude des sogenannten Swiss Institute for Management and Hospitality – also in die Hotelfachschule. Das Haus ausgangs Weggis Richtung Vitznau soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Zudem ist geplant, dass ein Grundstück westlich davon ebenfalls überbaut werden kann und dass das auf der anderen Strassenseite stehende Seerestaurant Lützelau künftig auch zweigeschossig (heute eingeschossig) sein kann. Der Weggiser Gemeinderat unterbreitet den Einwohnern hierfür eine Ortsplanungsteilrevision. Damit sollen die raumplanerischen Grundlagen für das Projekt geschaffen werden. Jährlich werden in der Hotelfachschule 50 bis 60 Studenten aus aller Welt unterrichtet. Sie können in vier respektive zwei Jahren den Bachelor und Master of Business Administration in Hospitality and Management absolvieren. Für die Studenten, die grösstenteils aus Asien kommen, hat es im alten Hotel­gebäude Schlaf- und Ess- sowie Unterrichtszimmer, wie es auf Anfrage bei der verantwortlichen Truly Swiss AG heisst.

Die Idee des Neubaus kommt beim Gemeinderat gut an. Philipp Christen (CVP), Gemeindevizepräsident und Vorsteher des Ressorts Bildung: «Wir begrüssen es, dass das Gebiet Lützelau positiv weiterentwickelt werden soll.» Wie das Gebäude und das Restaurant dereinst aussehen sollen, steht aber noch in den Sternen. Gemäss Hansueli Remund, der unter anderem als Berater der Eigentümer auftritt, ist der Ideenwettbewerb bis Ende Jahr unterbrochen. Ist die Nutzung der künftigen Bauten näher bekannt, wird dieser weitergeführt und aufgrund des Wettbewerbsergebnisses ein Vorprojekt definiert und dieses dann öffentlich aufgelegt. Voraussichtlich wird im Verlauf des Jahres 2018 ein Projekt vorgestellt werden können. Die Kosten sind noch nicht bekannt.

Acht preisgünstige Wohnungen geplant

Doch nicht nur das Hotel ist Teil der Ortsplanungsrevision. «Der Gemeinderat erachtet das Bedürfnis nach preisgünstigem Wohnraum nach wie vor als gegeben», heisst es im Informationsschreiben der Gemeinde. Geplant ist, das bestehende Werkhofsgebäude beim Schulhaus Dörfli um zwei Stockwerke zu erhöhen. Dafür muss die Parzelle von der Zone für öffentliche Zwecke zur Arbeits- und Wohnzone umgezont werden. Es sollen dort acht 3?- und 4?-Zimmer-Wohnungen Platz haben.

Die Parzelle soll im Baurecht oder Stockwerkeigentum abgegeben werden. Es wird eine Zusammenarbeit mit einer Genossenschaft angestrebt. Einen Haken hat das Wohnen über dem Werkhof allerdings: Von dort aus fährt die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen zu den Einsätzen. Ist das gefährlich für Kinder? Laut Christen habe man das Problem erkannt und die beiden Eingänge voneinander getrennt. Die Pläne liegen noch bis zum 7. November öffentlich auf.

 

Niels Jost und Matthias Stadler

kanton@luzernerzeitung.ch