WEGGIS: Russland will Rachmaninoff-Villa kaufen

Die Erben von Sergej Rachmaninoff verhandeln mit Russland über den Verkauf der Villa Senar in Hertenstein – und deren Umnutzung als Museum.

Alexander von Däniken
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Die in den 1930er-Jahren im Bauhausstil erstellte Villa Senar in Hertenstein.

Die in den 1930er-Jahren im Bauhausstil erstellte Villa Senar in Hertenstein.

Der vor 70 Jahren verstorbene russische Komponist Sergej Rachmaninoff schuf klassische Werke für die Ewigkeit. Das soll nun auch für Rachmaninoffs Villa im Weggiser Ortsteil Hertenstein gelten, wo er zwischen 1934 und 1939 lebte. Denn Natalja Rachmaninoff, Witwe des vor einem Jahr verstorbenen Komponistenenkels Alexander, plant die Umnutzung der Villa Senar als Museum. Ausserdem soll die Liegenschaft verkauft werden. Interessiert ist vor allem das russische Kulturministerium. Dies berichtet die russische Tageszeitung Iswestija. In der Villa, die Natalja bewohnt, befinden sich noch heute ein Flügel, auf dem Rachmaninoff komponierte, Tagebücher, Noten, Briefe, Kleidung und Möbel.

Trägerschaft aus zwei Ländern?

Antoine F. Goetschel ist Zürcher Anwalt und Willensvollstrecker von Alexander Rachmaninoff. Er weist auf den noch frühen Verhandlungsstand hin, kann sich aber vorstellen, dass als mögliche Variante dereinst russische Funktionäre mit Fachleuten aus der Region eine Trägerstiftung bilden, welche für den Betrieb der Villa verantwortlich zeichnet. «Alexander Rachmaninoff selbst hat den Wunsch geäussert, die Villa zumindest teilweise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen», sagt Goetschel.