WEGGIS: Tradition und neue Töne sind am Heirassa-Festival im Einklang

Das Heirassa-Festival startet in gut einer Woche. Bezüglich Qualität ist es das beste Volksmusiktreffen der Schweiz. Auch heuer trifft in Weggis Tradition auf Innovation.

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Machen heuer den Auftakt: die Luzerner Ländler-Band mit Claudia Muff. (Bild: Pius Amrein (Weggis, 5. Juni 2015))

Machen heuer den Auftakt: die Luzerner Ländler-Band mit Claudia Muff. (Bild: Pius Amrein (Weggis, 5. Juni 2015))

Weggis hat sich in den letzten zwölf Jahren zum eigentlichen Woodstock der Volksmusik entwickelt. Gäste aus der ganzen Schweiz und aus dem Ausland finden jeweils den Weg in die Luzerner Seegemeinde, wenn das Heirassa-Festival über die Bühne geht. So wie nächste Woche vom 15. bis 18. Juni. Am Dienstag orientierten OK-Präsident Josef Odermatt und der Präsident des Heirassa-Vereins, Beni Nanzer, über das Programm. Wie in den Vorjahren soll auch das 13. Festival ein gutes Nebeneinander von traditioneller und zeitgenössischer Volksmusik von höchster Qualität sein, so wie es im Leitbild des Vereins steht.

Einer fehlte anlässlich der Medienorientierung: OK-Mitglied Kurt Zurfluh. Beni Nanzer, Josef Odermatt und Carlo Brunner würdigten den am 15. April im Alter von 67 Jahren verstorbenen Kollegen (wir berichteten). «Das Programmheft 2017 trägt seine Handschrift», so Odermatt. Kurt Zurfluh habe das Heft zu einem Vademecum der Volksmusik gemacht. Kapellmeister Carlo Brunner schloss sich dem an: «Wir werden Kurt extrem vermissen. Das kommende Festival wird uns das Herz sicher ein wenig schwerer machen.»

14'000 Besucher werden erwartet

14'000 Besucher werden während der vier Tage erwartet. Das Budget beläuft sich auf 236'000 Franken. Bezüglich Qualität ist das Heirassa-Festival der beste Volksmusikanlass der Schweiz. Es erinnert an den Komponisten und Volksmusikanten Alois Schilliger (1924–2004). Dieser ist unter anderem Komponist der bekannten Heirassa-Polka, die Schilliger den Beinamen «de Heirassa» bescherte. Er war auch Mitbegründer der Kapelle Heirassa. Wer ihn persönlich kannte, weiss viele Geschichten über ihn zu erzählen. Schilliger hatte eine spezielle Art im Umgang mit den Medien. Einladungen zu seinen Konzerten schrieb er vielfach auf einen Bierdeckel oder auf einen Fresszettel mit dem Vermerk: «Kannst du etwas machen? Gebe ein Konzert.»

Vereinspräsident Beni Nanzer informierte, dass das Festival von breiten Kreisen der Weggiser Bevölkerung getragen werde. Erstmals müsse indes ein Sicherheitsdispositiv erstellt werden. «Nicht wegen der Festivalbesucher, sondern wegen der Vorschriften.»

Während vier Tagen werden über 50 Formationen auf 15 Bühnen rund 50 Konzerte geben; in Hotels, Restaurants, im Pavillon am See und in der Kirche. Zwei Ausnahmekönner der Volksmusikszene, Carlo Brunner und Willi Valotti, sind seit Beginn des Festivals im Jahr 2005 für das Programm zuständig. Das erklärt auch das hohe Level am Festival. Beide kannten Alois Schilliger persönlich. Die Rollen sind klar verteilt: Valotti schaut sich nach jungen Talenten mit neuen Tönen um. Brunner ist der Verwalter des traditionsbewussten Heirassa-Publikums und ein Verfechter der Ländlermusik im traditionellen Innerschweizer Stil (Klarinette, Akkordeon, Kontrabass, Klavier). «Die musikalische Vielfalt macht es aus, welche die Festivalbesucher so begeistert», erklärt Brunner. An das bewährte Konzept knüpfen die Organisatoren auch in diesem Jahr an. Mit speziellen Konzerten werden jeweils hohe und runde Geburtstage diverser Volksmusikanten aus der ganzen Schweiz gefeiert.

Monika van de Giessen

kanton@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Mehr Programminfos finden Sie unter: www.heirassa-festival.ch

Gratis ans Festival!

Wir verlosen sechs Festivalpässe im Wert von je 90 Franken für das viertägige Heirassa-Festival in Weggis vom 15. bis 18. Juni.

0901 83 30 25
(1.50 CHF pro Anruf)

Und so funktioniert’s: Wählen Sie heute die oben angegebene Telefonnummer, oder nehmen Sie unter www.luzernerzeitung.ch/wettbewerbe teil. Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern ermittelt und informiert.