WEGGIS: War Gemeinderat nicht umfassend informiert?

Der Gemeinderat begründet die geplante Aushubdeponie mit fehlender Kapazität in Küssnacht. Dem widerspricht der dortige Unternehmer.

Stephan Santschi
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Blick auf Weggis von der Rigistrasse. (Bild: PD)

Blick auf Weggis von der Rigistrasse. (Bild: PD)

Die Gemeinde Weggis plant eine Aushubdeponie. Der Weggiser Gemeindeammann Baptist Lottenbach sagte damals: «Die aktuell verfügbaren Kapazitäten in der Deponie Aahus in Küssnacht reichen nicht mehr lange.» Unter anderem deshalb sei der Bau einer 400'000 Kubikmeter grossen Aushubdeponie in Weggis gerechtfertigt.

Erweiterungen geplant

Dagegen wehrt sich nun Beat Ehrler, der Geschäftsführer der A. Ehrler AG, welche die angesprochene Deponie in Küssnacht betreibt. «Der Gemeinderat war wahrscheinlich nicht umfassend informiert», sagt er. Von bald erschöpftem Potenzial des Standorts Küssnacht könne keine Rede sein. «Aahus IV reicht noch für drei Jahre. Danach sind kontinuierliche Erweiterungen in der Grössenordnung von insgesamt über 3 Millionen Kubikmeter gemäss gültigem kommunalem Richtplan möglich und geplant», betont Ehrler.

Lottenbach wiederum sagt daraufhin, die Entwicklung in Küssnacht spiele grundsätzlich keine Rolle. Zwei Drittel der Auslastung könne man mit dem Einzugsgebiet der Seegemeinden Weggis, Vitznau und Greppen selber generieren. Ob der ursprünglich einkalkulierte Anteil aus Küssnacht Süd dazu käme oder nicht, sei letztlich unerheblich. «So oder so wäre eine Deponie in Weggis gerechtfertigt.»

Die Weggiser Stimmbürger stimmen am 3. März über die Ausscheidung einer Deponiezone ab.