WEGGIS: Wer zahlt die Schutzbauten?

Anwohner der Gefahrenzonen kritisieren, dass sie sich an den Kosten für Schutzbauten beteiligen sollen. Sie fordern eine Abstimmung über die Finanzierung.

Matthias Stadler
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Die Anwohner der Gefahrenzonen wehren sich dagegen, sich an den Kosten für die Schutzbauten beteiligen zu müssen. Ruedi Imgrüth (grünes T-Shirt) war Mitverfasser des Briefes an den Gemeinderat. (Bild Nadia Schärli)

Die Anwohner der Gefahrenzonen wehren sich dagegen, sich an den Kosten für die Schutzbauten beteiligen zu müssen. Ruedi Imgrüth (grünes T-Shirt) war Mitverfasser des Briefes an den Gemeinderat. (Bild Nadia Schärli)

Weggis hat einen stürmischen Sommer hinter sich. Die Bewohner in der Horlaui mussten wegen drohender Felsstürze ihre Häuser räumen. Nun sind die Sicherungsarbeiten oberhalb der Horlaui in vollem Gange.

Jetzt haben Anwohner von den zwei von Steinschlägen bedrohten Gebieten Laugneri II und Linden dem Gemeinderat einen Brief geschickt. Darin kritisieren sie den Entscheid, dass die Anwohner der gefährdeten Gebiete einen Teil der Kosten für Schutzbauten übernehmen sollen.

Weiter kritisieren die Verfasser, dass die Einwohner von Weggis nicht über die Frage des Perimeterbeitrags abstimmen können. Somit könne das Volk auch nicht entscheiden, wer diese Kosten zu übernehmen hat, die Steuerzahler oder die Anwohner.

Der Weggiser Gemeindepräsident Kaspar Widmer wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen, da er noch keine Kenntnis des Schreibens hatte.