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Unterführung Wegmatt: Der Horwer Gemeinderat gibt Gas

Ende Monat entscheidet der Horwer Einwohnerrat über einen Kredit von 7 Millionen Franken für die Unterführung Wegmatt. Trotzdem hat die Exekutive bereits erste Aufträge ausgelöst – denn die Zeit ist knapp.
Stefan Dähler

Im nächsten Frühling fahren während vier Wochen keine Züge durch Kriens und Horw. Die Zentralbahnstrecke wird für die Arbeiten an den Bahnhöfen Mattenhof und Horw unterbrochen. Diese Gelegenheit will der Horwer Gemeinderat nutzen, um zeitgleich die Unterführung Wegmatt zu bauen, die Ende 2019 eröffnet werden soll.

Müssten die Arbeiten während des ordentlichen Bahnbetriebs durchgeführt werden, hätte das Mehrkosten von rund 1 Million Franken zur Folge, wie die Exekutive im Bericht und Antrag schreibt. In diesem beantragt sie beim Einwohnerrat einen Kredit von rund 7 Millionen Franken. Davon entfallen rund 3 Millionen auf die Gemeinde, weiter beteiligen sich der Bund und die Zentralbahn. Der Einwohnerrat behandelt das Geschäft an der Sitzung vom 28. Juni.

Beitrag der Zentralbahn ist noch nicht sicher

Bereits bewilligt hat der Gemeinderat einen Betrag von 80 000 Franken, der in den Gesamtkosten enthalten ist. Der Betrag wurde für die Submission von Bauarbeiten und der Ausführungsprojektierung verwendet. Dies, damit die Bagger auch tatsächlich bereits im Frühling 2019 auffahren können.

Ein Kostenrisiko besteht für die Gemeinde Horw bei der Beteiligung der Zentralbahn. Hier rechnet der Gemeinderat mit 1 Million Franken. Dieser Betrag wird aber nur ausbezahlt, wenn im Gegenzug die beiden bestehenden Bahnübergänge Krienserstrasse und Wegmatt­strasse aufgehoben werden. Pro geschlossenen Übergang leistet die Zentralbahn 500'000 Franken an die neue Unterführung (wir berichteten). Falls nun die Gemeinde Kriens jedoch ebenfalls Ersatzmassnahmen für die wegfallenden Übergänge realisieren will, hätte auch sie Anrecht auf einen Teil des Zentralbahn-Beitrags.

Visualisierung der Unterführung Wegmatt. (Quelle: Gemeinde Horw)

Visualisierung der Unterführung Wegmatt. (Quelle: Gemeinde Horw)

Die Aufhebung der beiden Querungen wurde gemeinsam mit der Unterführung Wegmatt Anfang Jahr öffentlich aufgelegt. Dabei sind mehrere Einsprachen eingegangen. So wehrt sich beispielsweise die Gemeinde Kriens gegen die Aufhebung der Übergänge. Weiter bemängeln die Verbände Pro Velo und VCS Luzern die aus ihrer Sicht zu enge Ausgestaltung der Unterführung (Artikel vom 23. Februar). Gemäss Zentralbahn laufen die Verhandlungen noch, der Entscheid des zuständigen Bundesamts für Verkehr ist Ende Jahr zu erwarten.

Neuer Weg entlang der Gleise

Zurück zum 7-Millionen-Kredit für die Unterführung: Dieser fällt um rund 1 Million Franken höher aus als letztes Jahr im Planungsbericht erwähnt. Die Netto-Kosten der Gemeinde sind als Folge mit 3 Millionen rund 300'000 Franken höher. Dafür gibt es zwei Gründe. «Wir haben den Ausbau der Wege beidseits der Gleise in das Projekt integriert», sagt der Horwer Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP). So soll der Brünigweg östlich der Gleise ausgebaut werden und auf der westlichen Seite eine Gleispromenade bis zur Ringstrasse für Fussgänger und Velofahrer entstehen. «Weiter haben wir 200'000 Franken für die Sanierung allfälliger Altlasten auf dem Areal Dytan budgetiert.»

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