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Weitere Einsprachen bei der geplanten Mountain Lodge in Sörenberg

Auch bei der zweiten Auflage des Gestaltungsplans der Mountain Lodge in Sörenberg sind Einsprachen eingegangen. Nun muss sich auch die Luzerner Regierung mit dem Grossprojekt befassen.
Martina Odermatt
So soll die Mountain Lodge in Sörenberg einst aussehen. (Bild:PD)

So soll die Mountain Lodge in Sörenberg einst aussehen. (Bild:PD)

Sie soll in Sörenberg direkt bei der Talstation der Bergbahnen zu stehen kommen und ist nicht unbestritten: die Mountain Lodge. Nachdem es bei der ersten Auflage des Gestaltungsplans über 30 Einsprachen hagelte, musste die Bauherrin Stalder Generalunternehmungen GmbH die Pläne überarbeiten.

Dann kam die zweite Auflage des Grossprojekts und mit ihr ein wenig Licht ins Dunkel. Die Ferienwohnungen – bei der ersten Version waren deren 102 geplant, in der überarbeiteten Version waren es noch 95 Ferienwohnungen- sollen bewirtschaftet und mit touristischen Angeboten wie Restaurationsbetrieben und Wellnessangeboten ergänzt werden. Auch Kern des Projekts ist ein Hotel.

Baupläne verzögern sich

Am 3. Dezember endete die Einsprachefrist für den Gestaltungsplan der Mountain Lodge. Sieben Einsprachen seien gegen das Projekt eingegangen, sagt Gemeindeammann Hans Lipp auf Anfrage. Bei den Einsprechern handelt es sich um Nachbarn, die etwa Einbussen bei der Aussicht oder der Besonnung befürchten und den Bau als zu gross und zu wuchtig empfinden. «Ich habe erwartet, dass es noch einmal Einsprachen gibt», sagt Lipp. Diese verzögern nun den ambitionierten Zeitplan der Bauherrin. Bereits im Januar hätte sie die Baupläne vorlegen wollen und damit auch endlich erklären müssen, wie sie sich das Konzept der bewirtschafteten Ferienwohnungen vorstellt.

Denn die Gemeinde Flühli hat bereits einen Zweitwohnungsanteil von gut 59 Prozent. Mit der geplanten Überbauung würde die Zahl nochmals um rund 10 Prozent steigen. Der Bau weiterer Ferienwohnungen wäre eigentlich nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative im März 2012 verboten.

Bis dato schweigt sich die Stalder Generalunternehmung GmbH jedoch über sämtliche projektbezogenen Fragen aus. Sie hat nun bis zur ersten Januarwoche Zeit, Stellung zu den Einsprachen zu beziehen.

Mountain Lodge ruft Politik auf den Plan

Dass das Grossprojekt Fragen aufwirft, zeigt sich auch in der Politik. Grüne-Kantonsrat Andreas Hofer (Sursee) wendet sich nun mit einem Vorstoss an die Regierung. Er stellt etwa die Frage, welchen Unterschied klassische Zweitwohnungen und «touristisch bewirtschaftete» Ferienwohnungen aufweisen und wer kontrolliere, ob eine Wohnung nun touristisch bewirtschaftet oder als Zweitwohnung genutzt werde.

Auch fragt er, was mit der Überbauung passieren würde, wenn die 96 Wohnungen nicht als touristisch bewirtschaftete Wohnungen verkauft werden könnten. Immerhin bewegen sich die Preise von einer 2,5-Zimmer-Wohnung von 280 000 Franken bis zu für 2 310 000 Franken für eine 5,5-Zimmer-Wohnung. Weiter interessiert er sich dafür, ob das Betriebskonzept vor der Realisierung kontrolliert werde und wer diese Kontrollen vornehme. Die Regierung hat nun sechs Monate Zeit, diese Fragen zu beantworten.

Wann die Mountain Lodge in Sörenberg zu stehen kommt, bleibt offen. Da sich die Bauherrin entschieden hat, Gestaltungs- und Bauplan separat aufzulegen, werden die Bürger auch separat Einsprache einreichen können. Und das Beispiel Gestaltungsplan hat gezeigt: Davon machen die Bürger durchaus Gebrauch. Es könnte also noch eine Weile dauern, bis in Sörenberg die Bagger auffahren.

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