Weihnachtsstück in Horw: Welches Tier ist der Übeltäter?

Im Weihnachtsstück gibt’s eine Antwort darauf, wie ein «Gagi» auf den Kopf des Maulwurfs kommt.

Hannes Bucher
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Wenig ist vorn auf der Bühne: zwei Bockleitern, ein schwarzes Tuch dahinter aufgespannt. Die kleinen Theaterbesucher in der Zwischenbühne Horw spüren aber offensichtlich, dass sich da vorne einiges Spannendes abspielen wird und sie wollen möglichst nahe dran sein. So sind die weichen Matten vor der Bühne die begehrten «Logenplätze» und sie sind am Mittwochnachmittag voller neugieriger, erwartungsvoller Kinder.

Dann geht es los: Harmonikaklänge ertönen, mit einem «Hallo zäme» gräbt sich der Maulwurf aus dem Erdreich hervor. Auf dem Liegestuhl möchte er es sich bequem machen, sein feines Wurmsandwich genüsslich verzehren – aber was soll das unförmige Ding auf dem Kopf? In der Tat ein «Gagi». Zusammen mit den Kindern geht es auf die Suche nach dem Übeltäter. Taube und Pferd, Geiss und Kuh und am Schluss noch das Schweinchen werden verdächtigt.

War es das Schweinchen?

War es das Schweinchen?

Bild: Hannes Zaugg-Graf

Das macht zwar «saumässig» Spass, aber jede Antwort fällt gleich aus: «Ich, nein, wieso? Ich mach so.» Ein handfestes Muster. Das Rössli verteilt Apfelschnitze, der Hase lässt die Kinder mithoppeln und erteilt zusätzlich eine Lektion «Hasenchinesisch». Zum Glück sind da noch die Fliegen als eigentliche «Kot-Spezialisten». Sie helfen, schlussendlich das Geheimnis lüften.

Wunderbar kindergerecht

«Dr Muuwurf mit em Gagi ufem Chopf» heisst das Theaterstück zur Weihnachtszeit in der Zwischenbühne. Es beruht auf dem Kinderbuch «Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat». Die beiden Darsteller Livia Franz und Markus Maria Enggist haben auch die Theaterfassung geschrieben. Am Mittwochnachmittag war die Horwer Premiere. Wunderbar kindergerecht spielen die beiden Theaterprofis ihre Figuren. Livia Franz den kecken Maulwurf; Markus Maria Enggist Taube, Ziege und Co. Lachen, Mitsingen, Mittanzen sind angesagt.

Im Nu sind die Kinder im Bann des Geschehens. Der vierjährige Jacques Häfliger ist beispielsweise zum ersten Mal in einem Theater. Er strahlt über den Schlussapplaus hinaus. Zu Hause wird es dann noch mit dem Kinderbuch «nachbearbeitet», lacht Mami Karin Häfliger. 

Hinweis
Infos und Tickets www.zwischenbuehne.ch

Bild: Hannes Zaugg-Graf
Serie

Luzerner Landtheater

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