WELTUMSEGLER: Lüchtenborg ist schon wieder gestrandet

Nach seinem Ehebruch­geständnis wird Bernt Lüchtenborg vom Pech verfolgt: Kaum ist er nach der Reparatur wieder auf hoher See, muss der Luzerner Weltumsegler erneut an Land.

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Bernt Lüchtenborg. (Bild pd)

Bernt Lüchtenborg. (Bild pd)

Neuseeland scheint dem Luzerner Weltumsegler Bernt Lüchtenborg kein Glück zu bringen. Nach einer Kollision – vermutlich mit einem Wal – vor rund einem Monat ist der 56-Jährige noch immer nicht zurück auf hoher See, sondern kämpft weiter mit Problemen.

Der Logbuch-Eintrag vom 21. Dezember, dem 153. Seetag, klingt resigniert: «Das Risiko ohne mechanischen Autopilot über den größten Ozean der Welt zu segeln, ist mir einfach zu gross. Dazu hat auch noch die Com-Box, über die sämtliche Navigationsdaten ersichtlich sind, ihren Dienst eingestellt.»

Erneut muss er also mit seiner Jacht «Horizons» in Neuseeland an Land, «entweder in Lyttelton (Ostküste Southland) oder Wellington (Südküste Northland)». Dies tut er ungern. Am Ende seines Logbuch-Eintrags schreibt Lüchtenborg: «Jetzt schau ich mal, ob es noch etwas gibt, um mir den Törn restlos zu vermiesen.»

«Von Hobbits keine Spur»
Am 22. Dezember war es so weit: «Begleitet von einer Schar Delfinen fand ich die Einfahrt in den Fjord nach Lyttelton-Ostküste Southland. Hügelige Landschaften und grüne Wiesen, soweit das Auge reicht. Von Hobbits und Elben keine Spur.» Allerdings habe er hilfsbereite Menschen im Hafen vorgefunden.

Es macht sich wieder mehr Zuversicht breit in Bernt Lüchtenborgs Logbucheinträgen: «Mittwoch letzte Reparaturarbeiten, Heiligabend auf See.» Mit dem langersehnten Ziel Kap Hoorn.

ana