Weniger Geld für die Paraplegiker-Forschung

Der Kanton Luzern will die Schweizer Paraplegiker-Forschung SPF in Nottwil auch in den kommenden Jahren mit einem Standortbeitrag unterstützen. Der Regierungsrat hat dafür 2,75 Millionen Franken für 2012 bis 2016 bewilligt, das ist deutlich weniger als bisher.

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Der Eingang zum Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Der Eingang zum Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Die Luzerner Regierung wolle die Forschungstätigkeit der Schweizer Paraplegiker Forschung SPF stärken und anerkenne den wirtschaftlichen Nutzen für den Standort Luzern. Das teilt das Bildungs- und Kulturdepartement in einem Schreiben vom Mittwoch mit. Dennoch werden die Beträge an die SPF massiv gekürzt. Waren es in den letzten vier Jahren (2008 bis 2011) noch 3,5 Millionen Franken, so sollen der SPF in den kommenden fünf Jahren (2012 bis 2016) noch insgesamt 2,75 Millionen Franken überwiesen werden.

Somit erhält die SPF für 2012 einen Staatsbeitrag von 350'000 Franken und von 2013 bis 2016 jährlich je 600'000 Franken. Dieses kantonale Engagement sei zugleich die Voraussetzung dafür, dass auch der Bund die SPF weiterhin mit einem gleich hohen Bundesbeitrag fördert.

Die 2005 gegründete SPF in Nottwil hat eine spezialisierte Forschungsnische aufgebaut und sich darin gut etabliert. In einem Evaluationsbericht stellt der Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat der SPF ein positives Zeugnis aus. Darin wird auch vermerkt, dass die Kooperation der SPF mit regionalen Institutionen – insbesondere der Universität Luzern, dem Luzerner Kantonsspital sowie dem Schweizerischen Paraplegiker Zentrum in Nottwil – weiter verstärkt werden soll.

pd/zim