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Weniger Hilfe für die Luzerner Bergbevölkerung

Der Solidaritätsfonds Luzerner Bergbevölkerung verzeichnet einen Rückgang an Spenden. Für den Präsidenten sind das nicht unbedingt schlechte Neuigkeiten.
Matthias Stadler
Blick von der Marbachegg auf die Schrattenfluh im Entlebuch. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Blick von der Marbachegg auf die Schrattenfluh im Entlebuch. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Wer im Berg- und Hügelgebiet wohnt und sich in finanziellen oder sozialen Notlagen befindet, kann auf diverse Hilfsorganisation zurückgreifen. Im Kanton Luzern gibt es beispielsweise den Solidaritätsfonds Luzerner Bergbevölkerung. Seit Anfang der 80er-Jahre hilft der Fonds, wenn die eigenen finanziellen Mittel nicht mehr ausreichen und auch Banken nicht einspringen. So kann sich ein Bergbewohner etwa melden, wenn er eine Scheune umbauen muss, ihm aber das Geld dazu fehlt. Experten prüfen daraufhin das Anliegen und bei einer Zustimmung versuchen sie via diverse Stiftungen Mittel zu organisieren, sodass dem Bergbewohner geholfen wird.

Die Anzahl bewilligter Gesuche und somit auch die vermittelten Beträge schwanken von Jahr zu Jahr, wie dem soeben erschienenen Jahresbericht 2018 zu entnehmen ist. 2006, dem Rekordjahr, wurden knapp 700'000 Franken an die Luzerner Bergbevölkerung verteilt. 2018 hingegen wurde so wenig verteilt wie seit Anfang der Nullerjahre nicht mehr. 286'000 Franken zahlte die Organisation insgesamt aus, 16 Projekte wurden damit unterstützt.

Zurückhaltung bei der Bergbevölkerung

Alois Hodel, Präsident des Solidaritätsfonds Luzerner Bergbevölkerung, hat eine Erklärung dafür: «Es scheint bezüglich Investitionen eine gewisse Zurückhaltung zu geben. Oder die Leute finden die Finanzierung anderweitig.» Zudem sammle der Fonds Geld nicht auf Vorrat, wie Alois Hodel erklärt, sondern er werde erst aktiv, wenn Personen auf die Organisation zukommen und um Unterstützung bitten. Dies war 2018 entsprechend seltener der Fall. «Unser Ziel ist es, in sozialen Notfällen und bei nachgewiesenem Bedarf fallweise wirkungsvoll zu helfen. Wie viele Fälle das jährlich jeweils sind, können wir nicht beeinflussen.»

Alois Hodel betont zudem, dass «wir nicht von einem Rückgang sprechen, sondern von einer Stabilisierung betragsmässig bei plus/minus 300'000 Franken. Dies entspricht etwa dem Niveau von Ende der 90er-Jahre.»

Bis dato 10 Millionen Franken ausbezahlt

Der Solidaritätsfonds sammelt seit 1983 Geld für die Luzerner Bergbevölkerung. Bis dato hat er in 779 Fällen geholfen und insgesamt rund 10 Millionen Franken ausbezahlt. «Die Fondsgründer und die bisherigen Fondsgremien dürfen zusammen mit den beteiligten Stiftungen auf diese Entwicklung zu Recht stolz sein», führt Alois Hodel aus.

Dem Solidaritätsfonds als Verein gehören rund 300 Einzelmitglieder, juristische Institutionen sowie Gemeinden an, welche jährlich einen Mitgliederbeitrag entrichten. Diese breit abgestützte Solidarität wirke «gemeinnützig und ohne Steuergelder».

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