Wenigverdiener verlassen Städte

Die steigenden Mieten in den Städten treffen Einkommensschwache. Auch gebürtige Städter müssen teilweise ihren Heimatort aus finanziellen Gründen verlassen.

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Ein Mann sucht in der Region Luzern eine Wohnung. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Ein Mann sucht in der Region Luzern eine Wohnung. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Nicht nur eine Wohnung zu finden scheint in den Städten schwer zu sein, auch das Behalten von Stadtwohnungen wird immer schwieriger. Zumindest für die Einkommensschwachen. «Wir bekommen den grossen Wohnungsdruck auf die Städte immer wieder mit», sagt Beat Wicki, Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbandes Luzern. Durch die zunehmende Beliebtheit der Zentren steigen die Mieten und würden so zu einer Verdrängung einkommensschwacher Bürger führen. Diese Tendenz ist gemäss Wicki vor allem in den urbanen Zentren Luzern und Sursee, aber auch in Hochdorf festzustellen.

Ein Blick in die Statistik der Stadt Luzern zeigt Indizien für die erwähnte Entwicklung auf. Im Zeitraum von 2005 bis 2010 ist die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung in der Stadt Luzern von 73'665 auf 77'491 Personen gestiegen – was einer Zunahme von 5,19 Prozent entspricht. Wenn man die Entwicklung in einzelnen Einkommensklassen dazustellt, zeigt sich ein aufschlussreiches Bild. Die Zahl der Steuerpflichtigen, welche ein steuerbares Einkommen unter 40'000 Franken ausgewiesen haben, ist gesunken. 2005 waren es noch 20'734 Personen, 2010 finden sich in diesen Kategorien 19'677 Personen – eine Abnahme von 5,14 Prozent.

Eine ähnliche Beobachtung zeigt sich unter anderem auch in den Gemeinden Sursee und Sempach. Dort ist ebenfalls bei steigender Wohnbevölkerung die Zahl der Steuerpflichtigen mit geringerem Reineinkommen gesunken.

Sasa Rasic

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