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Wenn alt Bundesräte über Mozart und Haydn fachsimpeln

Vier ehemalige Magistraten haben sich am Dienstag im KKL getroffen – und kurz über Macht und Musik sinniert.
Simon Mathis
Ein illustres Quartett (von links): Arnold Koller, Christoph Blocher, Elisabeth Kopp und Kaspar Villiger im KKL. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 10. September 2019)

Ein illustres Quartett (von links): Arnold Koller, Christoph Blocher, Elisabeth Kopp und Kaspar Villiger im KKL. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 10. September 2019)

Letzte Woche noch war das Lucerne Festival Treffpunkt von Bundesrat Ignazio Cassis und dem israelischen Aussenminister Israel Katz. Am Dienstagabend kam es im KKL nun zu einem weiteren Spitzentreffen – die Ehre gab sich eine bürgerliche Runde von alt Bundesräten. Mit von der Partie waren Christoph Blocher (SVP), Elisabeth Kopp (FDP), Kaspar Villiger (FDP) und Arnold Koller (CVP).

Das Stelldichein im Kultur- und Kongresszentrum blickt auf eine lange Tradition zurück, genau wie das alljährliche Foto von der KKL-Terrasse. Es ist der Luzerner Stadtrat, der die ehemaligen Magistraten jedes Jahr zum Lucerne Festival lädt.

«Mozart hatte die Macht, Grosses zu schaffen»

Das Festivalmotto lautet heuer «Macht und Musik». Für Politiker sollte die Macht ein vertrautes Thema sein – oder? «Was Macht bedeutet, müssen Sie Arnold Koller fragen», sagt Christoph Blocher im Gespräch. «Er ist von uns beiden der Professor.» Und Koller ist nicht um eine Antwort verlegen: «Bundesräte haben keine Macht. Wir müssen überzeugen. Das ist ohnehin viel wichtiger, als das Ausüben von Macht.»

Und was hat Musik mit Macht am Hut? «Mein Lieblingskomponist Mozart hatte wahnsinnige Macht. Die Macht, Grosses zu schaffen», sagt Blocher. Am Dienstag stand allerdings nicht Mozart, sondern unter anderem Joseph Haydn auf dem Programm. Gar kein Problem, findet Blocher: «Mozart soll gesagt haben, Haydn sei der einzige Komponist, den er anerkennen könne.» Gute Voraussetzungen also für den Konzertabend.

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