WERBUNG: Behinderte sind wütend über Plakatkampagne

Verletzend, diskriminierend, diffamierend: Eine gut gemeinte Plakatkampagne erregt die Gemüter. Nun wird es selbst dem Bund zu heiss.

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Yvonne Kaufmann vor einem dem aufgehängten Plakate. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Yvonne Kaufmann vor einem dem aufgehängten Plakate. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

«Das ist diskriminierend», sagt etwa Yvonne Kaufmann, 63, IV-Rentnerin aus Luzern. Während eines Spaziergangs las sie auf einem weissen Plakat: «Behinderte kosten nur Geld». Wer hinter der Aktion steckt, ist nicht ersichtlich. Solche Sprüche prangen seit Anfang Woche in vielen Schweizer Städten an Plakatwänden. «Wir erhielten zahlreiche Rückmeldungen von Menschen, die sich dadurch angegriffen und diffamiert fühlen», sagt Bruno Schmucki, Sprecher des Schweizerischen Invaliden-Verbands Procap.

Offensichtlich handelt es sich bei der Kampagne um eine Teaser-Aktion: Zuerst wird mit einem Spruch provoziert, ein paar Tage später erfolgt die Korrektur der Aussage. Ziel ist es, eine Debatte loszutreten. «In diesem Fall sicher nicht gegen, sondern für die Anliegen von Behinderten», weiss Rolf Camenzind, Infochef des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV). Aufgrund der negativen Kritik hat das BSV nun auf (heute) Donnerstag kurzfristig eine Medienkonferenz anberaumt.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.