Hochwasserschäden durch die Kleine Emme sollen in Werthenstein schon bald der Vergangenheit angehören

In der kommenden sieben Monaten wird die Kleine Emme in Werthenstein renaturiert. Gleichzeitig das Gebiet besser vor Hochwasser geschützt.

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(zim) Am Montag, 12. Oktober, starten an der Kleinen Emme im Abschnitt Werthenstein die Bauarbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Renaturierung. Der Baustart ist jedoch witterungsabhängig, wie Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (VIF) am Dienstag mitteilte. Voraussichtlich dauern die Bauarbeiten bis Mitte Mai 2021. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf zirka 3,2 Millionen Franken.

Im betroffenen Abschnitt werden die bestehenden Ufermauern und Böschungen am linken Ufer erhöht. Die Erhöhung der Ufermauern aus Beton beträgt auf dem gesamten Abschnitt einen Meter. Im Bereich der Mündung des Bielbachs wird die rechtsufrige Ufermauer entlang der Bachmündung weitergeführt. Rechtsufrig muss zudem eine Liegenschaft entlang des Ufers auf einer Länge von etwa 25 Meter mit einer Brüstungsmauer geschützt werden. Am oberen Ende geht diese Mauer in eine Dammschüttung über, welche nach rund 15 Meter in die bestehende Böschung integriert wird.

Verbesserungen für die Wasserlebewesen

Die Kleine Emme ist eines der bedeutendsten Gewässersysteme und Fischgewässer im Kanton Luzern. Im Zuge der Bauarbeiten sollen laut Mitteilung Wanderhindernisse aufgehoben werden. Die oberhalb des Dorfkerns Werthenstein liegende Schwelle wird daher repariert und fischgängig gemacht. Dies bedingt, dass auf der angrenzenden linken Uferseite der neu errichtete Uferschutz über eine Länge von zirka 200 Metern um 20 Zentimeter erhöht wird. Die Schwelle unterhalb des Dorfkerns soll ebenfalls fischgängig gemacht und mit einer Fischaufstiegsrampe ergänzt werden. Oberhalb dieser Schwelle werden die leicht beschädigten Ufermauern zudem auf beiden Flussseiten saniert.

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