Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weshalb die Kinderbetreuung so teuer ist

Luzern Die Tarife in den Stadtluzerner Kindertagesstätten (Kitas) sind in den letzten Jahren gestiegen. Wieso eigentlich? Fabienne Staub, Leiterin der Kinderkrippe Frohheim in Luzern, sagt dazu: «Das allgemein hohe Preisniveau und die steigenden Qualitätsanforderungen, welche durch den Verband Kinderbetreuung Schweiz und die Stadt Luzern definiert werden, sind Gründe für die höheren Kita-Kosten.» So sei beispielsweise genau festgelegt, wie viele Mitarbeiter für eine bestimmte Anzahl Kinder vor Ort sein müssen und welche Ausbildung die Angestellten vorweisen sollen. Der letzte Punkt mache oftmals kostspielige Weiterbildungen notwendig. Zudem sei der Anspruch an eine Kita in den vergangenen Jahren nicht nur von Seiten der Stadt, sondern auch von Seiten der Eltern immer grösser geworden, betont Fabienne Staub. Als Kita-Leiterin begrüsst sie diese Qualitätssteigerung zwar, macht aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass genau diese eben Geld koste.

Weitere Gründe für die Preissteigerungen führt Jacqueline Ebnöther, Krippenleiterin der Luzerner Kita Schnäggehüsli, ins Feld: «Der Anteil an Säuglingen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dies erfordert zusätzliche Infrastruktur und eine aufwendigere Betreuung.» Ihre Kita habe ausserdem die Öffnungszeiten angepasst: Nun würden die Kinder schon ab 6 Uhr morgens betreut. Finanziell sei es allgemein sehr schwierig für Kitas, so Jacqueline Ebnöther: «Wenn ich bei der Raummiete nicht auf das grosszügige Angebot meines Vermieters zurückgreifen könnte, müsste ich wohl schon lange schliessen.»

Altersgetrennte Gruppen erhöhen den Preis

Auch Christa Rüegg, Leiterin der Kita Nautilus in Luzern, kommt beim Thema nicht in Argumentationsnotstand: «Wir legen Wert darauf, ausgebildetes Fachpersonal zu fairen Arbeitsbedingungen anzustellen und dieses gerecht zu entlöhnen.» Zudem sei der Tarif je nach Angebot verschieden. Biete beispielsweise eine Kita altersgetrennte Gruppen an, steige der Preis, da dafür mehr Personal benötigt wird. Christa Rüegg achtet in ihrer Kita ausserdem auf gesunde, saisonale Ernährung, wenn möglich in Bioqualität, was ebenfalls mit höheren Ausgaben verbunden sei.

Alle drei Kita-Leiterinnen begrüssen die geplante Erhöhung des städtischen Beitrags zur Ausstellung von Betreuungsgutscheinen. So müssten die zusätzlichen Kosten nicht allein von den Eltern getragen werden, sondern würden bei einkommensschwachen Familien teils durch die Stadt gedeckt. (chi)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.