Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weshalb in diesem Werthensteiner Bauprojekt der Wurm drin steckt

Das Bauprojekt Optimo in Schachen kommt nur schleppend voran. Der Grund: Zwischen Generalunternehmer und Baumeister hängt der Haussegen schief. Die Eignerin der Liegenschaften hofft, dass die Wohnungen in sechs Monaten zur Vermietung bereitstehen.
Thomas Heer

In Schachen, dem Ortsteil von Werthenstein, ist sie ein grosses Thema: die Überbauung Optimo. Unter dieser Bezeichnung plant die Firma Stalder Generalunternehmungen GmbH den Bau von 128 Wohnungen, aufgeteilt in 15 Gebäude. Drei davon – was der ersten Etappe des Optimo-Projektes entspricht – sind bereits erstellt. Zumindest, was den Rohbau betrifft. Wird Werthensteins Gemeindepräsident Beat Bucheli zum Baufortschritt im Fall Optimo befragt, so stellt er fest, was alle Ortsansässigen auch bemerken, und sagt dazu: «Es geht nur sehr zögerlich voran.» Tatsächlich kommt es beim Projekt Optima immer wieder zu Baustopps. Dazu später mehr.

Seit April 2017 keine Zahlungen mehr erhalten

Die Häuser der ersten Etappe hat Daniel Stalder, Besitzer und ­Geschäftsführer der verantwortlichen Generalunternehmung, bereits verkauft. Und zwar an die Aargauische Pensionskasse APK. Für die APK hält René Bächler als Bauherrenvertreter in Schachen die Fäden in der Hand. Bächler geht davon aus, dass die 28 Wohnungen im Oktober, also rund ein halbes Jahr nach dem geplanten Termin, bezugsbereit sind. Er sagt: «In der Vergangenheit kam es zu finanziellen Problemen seitens des Generalunternehmers.» Worum es sich dabei handelt, umschreibt Daniel Stalder folgendermassen: «Die PK Bau AG, die für die Baumeisterarbeiten zuständig war, hat gegenüber uns als Generalunternehmung zu hohe Rechnungen gestellt. Das haben wir nicht akzeptiert und entsprechend korrigiert. Danach kam es zu Verzögerungen.» Die PK Bau AG mit Sitz in Giswil lässt sich in dieser Angelegenheit vom Sarner Anwalt Werner Wild vertreten. Dieser schreibt: «Betreffend der angeblich zu hohen Forderungen der PK Bau AG muss festgehalten werden, dass sämtliche ausstehenden Forderungen durch die Stalder Generalunternehmungen GmbH anerkannt wurden.» Was Daniel Stalder umgehend dementiert. Wild stellt weiter fest, dass seit Fertigstellung des Rohbaus im Juli 2017 durch die PK Bau die Handwerker von Drittunternehmen nur zögerlich weitergearbeitet haben und teilweise der Baustelle ganz ferngeblieben seien. Über die Gründe dafür könne gemäss Wild nur spekuliert werden. Daniel Stalder erklärt, dass zwischen ihm und der PK Bau AG eine Vereinbarung bestünde. ­Darin sei unter anderem folgendes festgehalten: Die PK Bau AG habe sich verpflichtet, bei den beiden in Schachen geplanten Projekten Optimo und La Familia – dabei handelt es sich um eine vorwiegend aus Einfamilienhäusern bestehende Siedlung – Eigenleistungen im Wert von fünf Millionen Franken einzubringen. Es sei festgehalten worden, so Stalder, dass diese Vorleistungen zu dem Zeitpunkt ausbezahlt werden, in dem die beiden Projekte abgeschlossen seien. Also voraussichtlich im Oktober. Wild entgegnet: «Es existiert keine Vereinbarung mit Daniel Stalder über Zahlungsaufschub für Werklöhne. Und Eigenleistungen in der Höhe von fünf Millionen Franken wurden nie vereinbart.» Die PK Bau AG habe, so Wild, ihre Arbeiten auch stets termingerecht vollendet. Und weiter schreibt Wild: «Tatsache ist, dass die PK Bau AG seit April 2017 keine Zahlungen mehr durch die Stalder Generalunternehmungen GmbH für die Arbeiten an der Überbauung Optimo erhalten hat, obwohl diese gemäss Werkvertrag geschuldet wären und überfällig sind.» Daniel Stalder sagt: «Allein im Jahr 2018 wurden 3,5 Millionen Franken an die PK Bau AG bezahlt.» Wild sagt: «Stimmt. Das war aber eine Zahlung, die verspätet für die La Familia-Überbauung einging.» Für die APK bleibt die Hoffnung, dass die Wohnungen im Oktober bezugsbereit sind. APK-Geschäftsführerin Susanne Jäger sagt: «Wir wollen vermieten und sind nicht daran interessiert, dass unser Ruf auf irgendeine Art Schaden nimmt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.