WETTER: Frostschäden: Luzerner Bauernbetrieben geht es ans Eingemachte

Der verheerende Frost von Ende April bringt mehrere Luzerner Obst- und Weinbauern in Finanznot. Nach Angaben des Kantons Luzern sind einige Betriebe so stark betroffen, dass sie vor Liquiditätsengpässen stehen. Sie sollen Nothilfe erhalten.

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Ein Landwirt zeigt die Frostschäden an seinen Reben. (Bild: Reto Martin)

Ein Landwirt zeigt die Frostschäden an seinen Reben. (Bild: Reto Martin)

Wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald des Kantons Luzern in einer Mitteilung schreibt, prüft der Bund aktuell diverse Massnahmen zur Milderung der auf einzelnen Betrieben entstandenen Notsituationen. Der Kanton Luzern will diese nutzen und steht den betroffenen Betrieben mit Sofortmassnahmen zur Seite.

Im Vordergrund stehen laut Mitteilung die Stundung von Investitionskrediten und die Gewährung von zinslosen Betriebshilfedarlehen durch die Landwirtschaftliche Kreditkasse des Kantons.

Wie viele Betriebe tatsächlich auf Nothilfe angewiesen sind, ist noch unklar, wie es bei der Dienststelle auf Anfrage hiess. Die Fristen zur Einreichung von Gesuchen läuft noch. Bei den Weinbauern etwa dürfte der finanzielle Schaden erst im nächsten Jahr durchschlagen, wenn die Weinverkäufe ausbleiben.

Die kalten Nächte Ende April haben im Schweizer Obst- und Weinbau Schäden historischen Ausmasses angerichtet. Schätzungen des Branchenverbands zufolge sind allein an Obstkulturen Schäden von über 100 Millionen Franken entstanden. In der Zentralschweiz wurden bis zu 80 Prozent der Apfel-Ernten zerstört. (sda)