WETTER: Frühlingsgefühle im Winter kamen auf

Die Menschen nutzen die frühlingshaften Temperaturen, um Sonne zu tanken. Doch damit ist es bald vorbei, die Meteorologen künden Schneefall an.

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Gregor Paul (links) und Simon Küttel fuhren am Sonntag in Brunnen an der Seepromenade auf ihren Einrädern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Gregor Paul (links) und Simon Küttel fuhren am Sonntag in Brunnen an der Seepromenade auf ihren Einrädern. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Es ist Mitte Januar, und es herrscht schon eine Atmosphäre wie im Süden», sagt Bruno Fanchini, Direktor von Brunnen Tourismus, «Die Leute wollen an den See. Dies spüren wir natürlich.» Hunderte Zentralschweizer nutzten das frühlingshafte Wetter, um Sonne zu tanken, setzten sich an den Quai oder spazierten am See entlang. 13,5 Grad am Samstag und 10,6 Grad am Sonntag waren die Spitzenwerte, die Meteo Schweiz in Luzern mass.

Kein Höchstwert gemessen
«Von den Temperaturen her ist dies sicher nicht der übliche Wert und über dem Durchschnitt», so Daniel Murer, Meteorologe von Meteo Schweiz. Der Höchstwert im Januar für Luzern, den Meteo Schweiz in den letzten 75 Jahren festgestellt hat, liegt bei 19,5 Grad, gemessen am 12. Januar 1993. Wenn es unten Nebel habe, würden die Leute eher auf die Berge gehen, sagt Fanchini, «freilich sind wir nicht unglücklich, dass das Wetter jetzt so gut ist.»

Aber auch in der Höhe und auf den Pisten herrschte reger Betrieb: «Wir hatten allein auf Pilatus Kulm rund tausend Leute», bilanziert Beat Trummer, Leiter Hotels & Gastronomie der Pilatus-Bahnen, zufrieden. Aber er gibt auch zu: «Wenn es unten grau ist, haben wir vielleicht noch einen Tick mehr Leute.» Man profitiere jetzt vom Ausflugstourismus und nicht vom «Fluchttourismus», wenn die Menschen vom Nebel in die Sonne flüchten.

Laut Meteo Schweiz wird sich der Winter jedoch bald noch einmal so richtig zeigen: Für den Dienstag wird Schnee bis in mittlere bis tiefere Lagen prognostiziert. Die Schneefallgrenze wird zwischen 800 und 900 Meter liegen.

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.