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WETTER: Polizei geht gegen «Gucklochfahrer» vor

Meteorologen rechnen heute mit Schnee – und Polizisten mit mehr Unfällen. Letztere passieren oft, weil Autofahrern der Durchblick fehlt.
Bilder, wie sie die Luzerner Polizei in den letzten Jahren immer wieder antraf: Weil die Autofahrer durch die Scheiben kaum etwas sehen (links oben), kommt es zu vielen Unfällen (unten). (Bild: PD)

Bilder, wie sie die Luzerner Polizei in den letzten Jahren immer wieder antraf: Weil die Autofahrer durch die Scheiben kaum etwas sehen (links oben), kommt es zu vielen Unfällen (unten). (Bild: PD)

Christian Hodel

Die Situation auf den Strassen könne sich nun schlagartig ändern, sagt Franz-Xaver Zemp, Chef Fachbereich Verkehr der Luzerner Polizei. Lokal sagen Meteorologen für heute und morgen Temperaturen um den Gefrierpunkt und teils gar Schnee bis in die Niederungen voraus. Gut und gerne 20 bis 30 Unfälle ereignen sich gemäss Zemp auf den Luzerner Strassen jeweils am ersten Schneetag im Jahr. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Tag kam es im vergangenen Jahr zu rund sechs Unfällen, bei denen die Luzerner Polizei zugezogen wurde.

Bild: Zuger PolizeiBild: Zuger Polizei
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Bild: Luzerner PolizeiBild: Luzerner Polizei
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Vereiste Scheiben: Hier droht Ausweisentzug

Zu wenig Sicht – Ausweis weg

«Viele Fahrzeuglenker müssen sich zuerst an das Fahrgefühl mit Schnee gewöhnen», sagt Zemp und fügt an: «Und nicht alle gehen mit gleicher Vorsicht auf die Strassen.» Dies bestätigt auch Joe Müller, Präventionsverantwortlicher der Zuger Polizei: «Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein wunderschöner Sonntag, und dann beginnt es am Montagmorgen in der Früh zu schneien.» Die Autofahrer trifft dann der erste Schnee völlig unvorbereitet.

In der Schweiz ist es gesetzlich nicht vorgeschrieben, Winterpneus zu montieren. «Passiert jedoch ein Unfall, kann die Versicherung Regress nehmen, wenn der Fahrer mit Sommerbereifung verunfallt», erklärt Franz-Xaver Zemp von der Luzerner Polizei. Ein Grossteil der Autofahrer im Kanton sei inzwischen aber auf den Winter vorbereitet.

Neben Pneus mit zu wenig Profil – mindestens 1,6 Millimeter sind vorgeschrieben – treffen Polizisten immer wieder auf sogenannte «Gucklochfahrer», wie Zemp sie nennt. «Wir treffen jedes Jahr auf mehrere Dutzend Unfälle, weil die Sicht des Fahrers eingeschränkt war.» Entweder wurde nur ein kleiner Teil der Frontscheibe vom Eis oder Tau freigemacht, oder die Scheibe beschlägt sich von innen und verwehrt dem Fahrer so die Sicht. Die Betroffenen werden verzeigt. Es droht, je nach Beeinträchtigung des Sichtfelds, der Ausweisentzug. Denn per Gesetz gilt: Die Front- und Seitenscheiben müssen frei sein von Schnee oder Eis. «Zudem empfehlen wir, die Heckscheibe zu säubern.»

Wenn die Autoscheiben beschlagen sind, helfe es, die Klima­anlage in Betrieb zu setzen oder das Fenster runterzulassen und im Notfall bei laufendem Motor zu warten. «Bei Frost gibt es nichts anderes, als diesen wegzukratzen oder bereits beim Parkieren ein Tuch über die Scheiben zu legen, damit sich gar nicht erst Eis bilden kann.» Im Zweifelsfall rät Zemp, «das Fahrzeug stehen zu lassen und den öffentlichen Verkehr zu nutzen».

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