WETTKAMPF: Luzerner Jus-Studenten brillieren in Wien

Jus-Studenten der Uni Luzern haben an einem Wettstreit in Wien eine Auszeichnung erlangt. In fiktiven Übungen stellten sie Gerichtsverhandlungen nach.

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Das Luzerner Team (von links): Jean-Michel Ludin (Co-Coach), Steven Gründel, Hermann Julen, Kristina Martinovic, Jeremias Wartmann und Philipp Anton Burri (Co-Coach). Auf dem Bild fehlen: Professor Daniel Girsberger, Daniele Favalli (Headcoach) und Irma Ambauen (Co-Coach). (Bild: PD)

Das Luzerner Team (von links): Jean-Michel Ludin (Co-Coach), Steven Gründel, Hermann Julen, Kristina Martinovic, Jeremias Wartmann und Philipp Anton Burri (Co-Coach). Auf dem Bild fehlen: Professor Daniel Girsberger, Daniele Favalli (Headcoach) und Irma Ambauen (Co-Coach). (Bild: PD)

Erneut hat sich ein Studierenden-Team der Universität Luzern erfolgreich an einem internatinalen «Moot Court» mit Studierenden anderer Universitäten gemessen. Unter der Leitung von Professor Daniel Girsberger und Rechtsanwalt Daniele Faval haben die Studenten Steven Gründel, Hermann Julen, Kristina Martinovic und Jeremias Wartmann für die Klageschrift und die Klageantwort jeweils eine «Honorable Mention» (besondere Auszeichnung) erhalten. Das Luzerner Team rangiert unter den 30 besten der 360 teilnehmenden Teams, teilt die Universität mit.

Der in der englischen Sprache stattfindende «Moot Court» ist ein fiktives Gericht, vor dem Streitfälle ausgetragen werden. Ziel ist es, angehenden Juristen einen möglichst praxisnahen Einblick in die Bereiche der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und des internationalen Warenkaufs zu ermöglichen. Die Fälle basieren daher jeweils auf aktuellen Themen, wie sie auch im juristischen Alltag auftauchen können.

Korruptionsskandal bei Kakao-Produktion

Dieses Jahr beschäftigten sich die Studierenden mit der nachhaltigen Produktion von Kakao und den Tücken einer internationalen Beschaffungskette. Die Klägerin hatte die beklagte Partei über längere Zeit mit Premium-Schokoladenkuchen aus nachhaltiger Kakao-Produktion beliefert, bis sie von einem Korruptionsskandal überrascht wurde: Offensichtlich war ein Teil des verwendeten Kakaos auf illegal gerodetem Land angebaut worden. Daraufhin wollte die beklagte Partei die gelieferte Ware nicht bezahlen und keine weiteren Lieferungen mehr annehmen. Wer aber soll für den entstandenen Schaden aufkommen? Diese und weitere Fragen hatten die Studierenden zu beantworten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Studierende aus Luzern erfolgreich sind: So konnten bereits in den Vorjahren mehrfach «Honorable Mentions» gewonnen werden; 2016 brachten die Teilnehmer mit dem «Pieter Sanders Award» sogar die Auszeichnung für die beste Klageschrift nach Hause (Artikel vom 31. März 2016).

Hinweis: Zurzeit läuft das Bewerbungsverfahren für die Aufnahme ins Luzerner Team für die nächste Austragung. Interessierte Studierende können sich noch bis am 23. April bewerben: Mehr Informationen

rem