WETTKAMPF: Luzerner Jus-Studenten brillieren in Wien

Ein Team der Universität Luzern holt sich den Sieg in einem internationalen Wettstreit in Wien. Die sechs Jus-Studenten stellten 310 andere Teams in den Schatten.

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Das Luzerner Jus-Team (von links): Lorenza Vassallo, Dario Picecchi, Prof. Daniel Girsberger, Franziska Hügli, Co-Coach Lisa Imhof, Inès Holderegger, Marco Keller, Jean-Michel Ludin und Co-Coach Irma Ambauen. Auf dem Bild fehlen: Headcoach Daniele Favalli und Co-Coach Roxane Schmidgall. (Bild PD)

Das Luzerner Jus-Team (von links): Lorenza Vassallo, Dario Picecchi, Prof. Daniel Girsberger, Franziska Hügli, Co-Coach Lisa Imhof, Inès Holderegger, Marco Keller, Jean-Michel Ludin und Co-Coach Irma Ambauen. Auf dem Bild fehlen: Headcoach Daniele Favalli und Co-Coach Roxane Schmidgall. (Bild PD)

Grosser Erfolg für das Team der Universität Luzern: Am Willem C. Vis Moot Court in Wien erhielten die Jus-Studenten Inès Holderegger, Franziska Hügli, Marco Keller, Jean-Michel Ludin, Dario Picecchi und Lorenza Vassallo den «Pieter Sanders Award» für die beste Klageschrift und eine «Honorable Mention» für die Klageantwort.

Die sechs Studenten der Rechtswissenschaften setzten sich in Wien gegen 310 Teams von Universitäten aus der ganzen Welt durch. «Wenn man weiss, wie unglaublich kompetitiv dieser Wettstreit geworden ist, ist dieses Resultat gelinde gesagt fantastisch. Ich bin unglaublich stolz auf das Team und die Coaches», wird Daniel Girsberger, Professor für Privatrecht, an dessen Lehrstuhl die Luzerner Teilnahme angesiedelt ist, in einer Mitteilung der Universität zitiert.

Beim komplett in Englisch durchgeführten Wettbewerb handelt es sich um ein fiktives Gerichtsverfahren, bei dem ein Fall aus den Bereichen der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und des Wiener Kaufrechts zu bearbeiten war. Zum einen verfassen die Teams im Rahmen des schriftlichen Teils eine Klage- und eine Antwortschrift. Zum anderen halten sie in Schweizer Anwaltskanzleien mündliche Plädoyers aus der Sicht des Klägers und des Beklagten.

Teams der Universität Luzern nehmen – immer wieder mit erfreulichen Resultaten – auch an anderen fiktiven Gerichtsverhandlungen teil, so unter anderem am Nelson Mandela World Human Rights Moot Court und am Concours René Cassin.

Darum ging es

Der aktuell zu bearbeitende hypothetische Fall war in der Weinbranche angesiedelt, mit einer Händlerin als Klägerin und einer Produzentin als Beklagten. Es ging um die Lieferung eines exquisiten Weins, von dem der Klägerin 10'000 Flaschen pro Jahr vertraglich zugesichert waren. Die Beklagte hatte die Lieferung im Umfang von 5500 Flaschen verweigert und sich auf eine miserable Ernte berufen. Diese Begründung akzeptierte die Klägerin nicht, zumal die Beklagte stattdessen die grösste Konkurrentin der Klägerin beliefert hatte. Sie verlangte von der Beklagten den Gewinn, den sie mit dem Konkurrenzgeschäft gemacht habe, und die Herausgabe von Dokumenten, welche die Berechnung dieses Gewinns ermöglichen sollten. 

pd/rem

Professor Daniel Girsberger: «Es handelt sich nicht nur um eine lehrreiche Zeit, vielmehr ermöglicht die Teilnahme eine Erfahrung, die für das weitere berufliche, aber auch für das private Leben der Studierenden prägend sein kann.» (Bild PD)

Professor Daniel Girsberger: «Es handelt sich nicht nur um eine lehrreiche Zeit, vielmehr ermöglicht die Teilnahme eine Erfahrung, die für das weitere berufliche, aber auch für das private Leben der Studierenden prägend sein kann.» (Bild PD)