Wie der Neffe seine Tante vom Morden abzuhalten versucht

Eine Prise Arsen im Begrüssungsschnaps ist einem neuen Untermieter erwartungsgemäss gar nicht gut bekommen. Verantwortlich dafür sind zwei «reizende Tanten» im neusten Theaterstück, das in Hildisrieden bald aufgeführt wird. 

Yvonne Imbach
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Magy Kronenberg als Tante Abby und Markus Estermann als Mortimer. (Bild: Yvonne Imbach, Hildisrieden 13. November 2019)

Magy Kronenberg als Tante Abby und Markus Estermann als Mortimer. (Bild: Yvonne Imbach, Hildisrieden 13. November 2019)

Alle zwei Jahre heisst es im Zentrum Inpuls Vorhang auf für eine neue Theaterproduktion. Dies funktionierte bisher dank eines Organisationskomitees, das auf Projektbasis arbeitete. Vor rund einem Jahr haben sich Spieler, Bühnenbauer und Freunde des Theaters entschlossen, einen eigenständigen Theaterverein zu gründen. Als erstes Stück unter «Vereinsflagge» wurde mit «Arsen und Spitzenhäubchen» eine herrliche, bitterböse Kriminalkomödie einstudiert.

Das schöne Bühnenbild entführt in die Zeit der 30er-Jahre in New York. Kostüme, Masken, Frisuren und Requisiten helfen dem Ensemble, sich gut in die Zeit und ihre Figuren einzufühlen und diese mit Charakter zu füllen. Das Ensemble beweist, dass es unter der Regie von Magy Kronenberg intensiv geprobt hat.

Mortimer versucht die Tanten vom Morden abzuhalten

Buchstäblich einen «Mords-Spass» bietet die Geschichte: Höchst vollkommen beherrschen die reizenden Tanten Abby und Martha die Regeln der Gastfreundschaft, der Nächstenliebe – und die Methode des sanften Mordens. Vordergründig vermieten sie einsamen älteren Herren ein Zimmer in ihrem Haus, sorgen aber mit einer Prise Arsen dafür, dass der neue Untermieter nach dem Begrüssungsschnaps als Leiche im Keller endet. Als ihr Neffe Mortimer Wind davon bekommt, beschwichtigen sie ihn ebenso naiv, wie sie anmutig über den Boden trippeln, unter dem sie die Toten verschwinden lassen. Mortimer hat alle Hände voll zu tun, die Tanten vom nächsten Opfer und die Polizei von den Tanten fernzuhalten. Seine Verlobte kommt dabei viel zu kurz, der Irrsinn nimmt seinen (urkomischen) Lauf.

Hinweis: Premiere am 20. November (14 und 20 Uhr), 22./23. November um 20 Uhr, 24. November um 14.30 Uhr. Zentrum Inpuls Hildisrieden, Reservation unter: www.theater-hildisrieden.ch