Wie die Zunft zu ihrem Namen kam

Die Zunft zum Dünkelweiher zog durchs Obergrundquartier. Unser Autor erfuhr indes, was die Zunft mit Holzstämmen verbindet.

Drucken
Teilen
Das Zunftmeister samt Gefolge in bester Laune. (Bild: Manuela Jans/ Neue LZ)

Das Zunftmeister samt Gefolge in bester Laune. (Bild: Manuela Jans/ Neue LZ)

Zunft zum Dünkelweiher: Ein seltsamer Name, dachte sich vielleicht so mancher Zuschauer am Umzug der Zunft vom Samstag. Für deren Namen gibts eine einfache Erklärung. Dort, wo heute die Pauluskirche steht, wurden im Mittelalter in einem Weiher Baumstämme gewässert und anschliessend zu Wasserleitungen verarbeitet. Angelehnt an diesen Namen entstand 1939 die Zunft zum Dünkelweiher, welche die Erhaltung fasnächtlichen Brauchtums sowie die Förderung der Geselligkeit auf ihr Banner geschrieben hatte. Von Anfang an wurden auch Frauen aufgenommen, was noch heute eine Seltenheit ist. Der Umzug der Zunft zum Dünkelweiher führt durch das Obergrundquartier und endet jeweils an der Moosmattstrasse. Doch mit dem Ende begann für die Kinder erst der eigentliche Höhepunkt. Pünktlich um 17.15 Uhr erschien das Zunftmeisterpaar Arthur und Erika Blättler samt Gefolge unter mächtigem Applaus auf einem Balkon, begleitet von den kakofonischen Klängen der Alt-Schnarhüüler, Leuechozeler und den Rotseemöven.

Und während sich die Erwachsenen mit einem vergeistigten Kafi stärkten, freuten sich die Kinder über die Orangen und Guetzli, die ihnen grosszügig verteilt wurden.

Anton A. Oetterli