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Wie und was wird gemessen?

Kontrolle «Die Qualität des Badewassers wird mit geringstmöglichem Aufwand erhoben», gesteht Philipp Arnold von der Dienststelle Umwelt und Energie des Kantons Luzern. Untersucht werden die einmalig, heuer im Juni entnommenen Proben lediglich auf die Konzentration von gesundheitsschädigenden Fäkalkeimen. Dabei zeigen gewisse Indikator-Bakterien (wie etwa Escherichia coli und Enterokokken) den Grad der hygienischen Verschmutzung an. Nicht erfasst werden bei dieser relativ simplen Messmethode Nährstoffe und Mikroverunreinigungen. «Die kontinuierliche Messung von Mikroverunreinigungen ist sehr aufwendig und übersteigt sowohl unsere Ressourcen wie auch unser Budget», bestätigt der kantonale Gewässerexperte Philipp Arnold.

Gemessen wird die Badewasserqualität in Seebadis und an beliebten Flussbadestellen, in Einzelfällen auch im Einlaufbereich von Abwasserreinigungsanlagen – «zur Kontrolle». Die Messungen erfolgen grundsätzlich bei Badewetter. «Dann sind die Bedingungen dieselben, wie sie auch Badegäste vorfinden», erklärt Arnold. Nach einem Gewitter hingegen würden die Messwerte wohl schlechter ausfallen; aufgrund von Schwemmwasser von Feldern und Strassen. Ebenfalls auf die Messwerte wirkt sich der Verdünnungseffekt insbesondere bei Flüssen aus: «Je grösser die Wassermenge im Gewässer gegenüber belasteten Einleitungen ist, desto geringer fällt die Konzentration von Keimen aus», so Arnold. (zar)

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