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Kommentar

Wie viel darf Milch kosten?

Die Lancierung eines Fair-Labels für Milch ist mutig und die Initianten zeigen Risikobereitschaft. Ob die Rechnung aufgeht, werden die Endverbraucher entscheiden.
Ernesto Piazza
Ernesto Piazza.

Ernesto Piazza.

Die Situation ist nicht neu. Seit Jahren leiden die Bauern unter einem nicht kostendeckenden Milchpreis. Aktuell erhalten sie je nach Betrieb und Situation zwischen 55 und 65 Rappen. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Höfe in den letzten rund 20 Jahren um die Hälfte geschrumpft ist.

Mit dem Verein «fairer Milchpreis» wollen sich zwölf Initianten gegen diese Misere stemmen. Mit der Teilnahme am hierfür kreierten Fair-Label verpflichten sie sich aber auch, diverse Kriterien wie artgerechte Tierhaltung oder Verzicht auf genverändertes oder palmölhaltiges Futter zu erfüllen. Im Gegenzug ist den Milchbauern ein Nettoproduzentenpreis von 78 Rappen pro Liter garantiert.

Nachdem das Projekt Anfangs 2018 in der französischen Schweiz gestartet wurde, wollen es die Initianten nun in der Zentralschweiz lancieren. Sie beweisen damit Risikobereitschaft und Mut. Denn ob die Rechnung letztlich aufgeht, ist unklar. Entscheidend wird dabei sein, ob genügend Endverbraucher bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen.

Schwierig erscheint zudem eine Zusammenarbeit mit den Grossverteilern. Daher wollen die Initianten den Weg zu regionalen Verarbeitern und Detaillisten suchen. Nicht einfach dürfte ebenfalls sein, dass das Fair-Label keineswegs die einzige Initiative in der Branche für einen höheren Milchpreis ist. Noch ist es ein zartes Pflänzchen, das zu wachsen beginnt.

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