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WIGGEN: Zum Geburtstag eine neue Fahne

Die Brass Band Kirchenmusik Wiggen ist 75 Jahre alt. Gestern wurde eine neue Vereinsfahne eingeweiht – die dritte in der Vereinsgeschichte.
Fahnenweihe der Brass Band Kirchenmusik Wiggen in der Pfarrkirche Wiggen. (Bild: Jakob Ineichen (27. August 2017))

Fahnenweihe der Brass Band Kirchenmusik Wiggen in der Pfarrkirche Wiggen. (Bild: Jakob Ineichen (27. August 2017))

Das Entlebuch ist eine Blasmusikhochburg. Allein die Gemeinde Escholzmatt-Marbach zählt fünf Musikgesellschaften. Die Kirchenmusik Escholzmatt, die Feldmusik Marbach, die Harmoniemusik Marbach und die Feldmusik Escholzmatt erwiesen ­gestern dem Jubilar, der Brass Band Kirchenmusik Wiggen zum 75. Geburtstag musikalisch die Ehre. Zum Unterhaltungsabend vom Samstag und zur gestrigen Fahnenweihe kamen insgesamt rund 600 Besucher.

Die Brass Band Kirchenmusik Wiggen wurde im Jahr 1942 gegründet. Heute zählt sie 32 Mitglieder und spielt in der zweiten Stärkeklasse Brass Band. Sie steht unter der musikalischen Leitung von Hermann Schöpfer. Die neue Fahne wurde in der Pfarrkirche von Wiggen feierlich eingeweiht. Bevor es so weit war, wurde auf dem Platz vor der Kirche noch intensiv am Fahnengruss gefeilt. «Ihr müsst die Fahne weiter nach oben halten», erklärte Herbert Lustenberger aus Escholzmatt den Fähnrichen. Doch dann ist’s trotzdem passiert: Zwei der Fähnriche waren beim Fahnengruss in der Kirche mit ihren Fahnen zu wenig hoch und stiessen prompt zwei Blumenvasen vom Sockel.

Die neue Vereinsfahne ist in den Farben Rot, Weiss und Blau gehalten. «Wir sind eine Kirchenmusik, und da darf das Kreuz auf der Fahne nicht fehlen», erklärte Roger Widner, Präsident der Brass Band Kirchenmusik Wiggen. Fahnengotte Hildy Bieri-Zemp und Fahnengötti Franz Schöpfer, beide aus Wiggen, rollten gestern erstmals in der Kirche «ihre» Fahne aus. In seiner mit viel Humor gespickten Festpredigt wies Pfarrer Toni Schmid (87) aus Sörenberg auf die Wichtigkeit einer Fahne hin. «Die Fahne ist wie ein Wegweiser; sie weist in ein Leben der Freundschaft.» An die Adresse der vielen Musikanten sagte Schmid: «Ein Gottesdienst ohne Musik ist wie eine Meringue ohne Nidle.»

Ein Herz für Schwingerfans

Ein neunköpfiges Organisationskomitee mit OK-Präsident Christian Ineichen, CVP-Präsident sowie Vizedirektor und Regionalmanager der Unesco-Biosphäre Entlebuch, an der Spitze, hatte ein Herz für alle Schwingerfans. Im kleinen Festzelt wurde auf einem Grossbildschirm das Unspunnenschwinget aus Interlaken live übertragen. «Es war ein gemeinsamer Entscheid des OKs, unseren Festbesuchern diesen Service zu bieten», sagte Historiker Ineichen, der im Jahr 2016 OK-Präsident des Luzerner ­kantonalen Schwingfestes in Escholz­matt war. Als Schwingerfan würde er sich freuen, wenn der Sieger des Unspunnenschwingets aus dem Entlebuch käme.

Dem Klarinettisten Ineichen, der der Harmoniemusik Marbach angehört, gefällt die neue Fahne. «Eine Fahne symbolisiert seit jeher Zugehörigkeit.» Als Historiker legt Christian Ineichen starken Wert auf Traditionen, man solle aber die Augen nicht vor Neuem verschliessen. «Ohne Herkunft, keine Zukunft.» Ver­eine hätten eine äusserst wich­tige gesellschaftspolitische Funktion. Sie seien Garant für ein vielfältiges, kreatives und geeintes Zusammenleben in einer Dorf­gemeinschaft. Fritz Lötscher, ­Gemeindepräsident von Escholz­matt-Marbach, stiess ins gleiche Horn und sagte, dass die Fahne als äusseres Zeichen des Zusammengehörens darstelle. Die neue Fahne gefällt ihm: «Sie ist schwungvoll und kräftig in den Farben. Sie symbolisiert Grösse und Stärke einer Blasmusik.»

Monika van de Giessen

kanton@luzernerzeitung.ch

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