Wiggertal
Nebikon hat Grosses vor: Für fünf Millionen Franken soll ein neuer Bushub und neues Dorfzentrum entstehen

Die Gemeinde Nebikon investiert viel Geld in neue Infrastruktur. Dies soll die Sicherheit erhöhen und das Dorf verschönern. Gegen das Projekt sind zwei Einsprachen eingegangen.

Reto Bieri
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Auf dem Nebiker Bahnhofareal soll ein neuer Bushub entstehen. Zentrales Element ist ein rund 40 Meter langes, voraussichtlich überdachtes Mittelperron. An diesem können bis zu vier Gelenkbusse anhalten. Um Platz zu schaffen, wird der bestehende Kiosk abgebrochen und ins ehemalige Schaltergebäude verlegt. Zudem wird der Veloparkplatz verschoben.

Die Gemeinde Nebikon will das Dorfzentrum verschönern.

Die Gemeinde Nebikon will das Dorfzentrum verschönern.

Bild: Philipp Schmidli (6. Mai 2018)

Dies ist nicht die einzige geplante Veränderung: Die Gemeinde will auch die Bahnhofs-, Winkel- und Kapellenstrasse umgestalten. Das Dorfzentrum soll dadurch attraktiver und insbesondere sicherer für sämtliche Verkehrsteilnehmer werden. Unter anderem sind durchgehende Trottoirs und Begrünungen vorgesehen.

Die Investitionssumme für die Projekte beziffert Gemeindeammann Erich Leuenberger (FDP) auf rund fünf Millionen Franken. Die Kosten für den Bushub übernehme der Kanton. Den notwendigen Sonderkredit will der Gemeinderat Ende Jahr dem Stimmvolk vorlegen. Es seien grosse Investitionen für die Gemeinde, bestätigt Leuenberger. «Eine grosse Herausforderung werden auch die Bauarbeiten, weil sie mitten im Dorf und beim Bahnhof stattfinden und zudem den Schulweg betreffen.»

Organisation moniert: Haltekanten sind zu wenig hoch

Die Arbeiten erfolgen gestaffelt zwischen 2022 und 2025. Zuvor wird der Kanton laut Leuenberger ab dem nächsten Jahr die Strassenunterführung Egolzwilerstrasse sanieren. 2022 planen die SBB, das Zugperron anzuheben, damit man ebenerdig einsteigen kann. Im gleichen Jahr erfolgt der Baustart an der Kapellenstrasse.

Bis zur Auflagefrist, die am vergangenen Montag endete, sind zwei Einsprachen eingegangen. Eine stammt laut Leuenberger von einer Privatperson, die Land abtreten muss. Die zweite hat die Organisation Hindernisfrei bauen deponiert. Grund: Nicht alle Haltekanten des neuen Bushubs sind durchgehend 22 Zentimeter hoch, sondern teilweise nur 16 Zentimeter, was ebenerdiges Einsteigen nicht ermöglicht. «Aufgrund der engen Platzverhältnisse ist es anders gar nicht möglich», so Leuenberger.