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WIKON: Beide SP-Gemeinderäte werfen das Handtuch

Esther Ammann und Roger Wymann (beide SP) treten per 30. Juni zurück. Offiziell ist von zu grosser Belastung die Rede, die Exponenten äussern sich dazu allerdings nicht.
Werfen das Handtuch: Roger Wymann und Esther Ammann. (Bild: sp-wikon.ch)

Werfen das Handtuch: Roger Wymann und Esther Ammann. (Bild: sp-wikon.ch)

Paukenschlag im Wikoner Gemeinderat: Esther Ammann und Roger Wymann (beide SP) haben per 30. Juni ihren Rücktritt eingereicht. Und die offizielle Medienmitteilung in Form eines Sechszeilers wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Darin steht: Für die aktuelle Legislatur habe der Gemeinderat in seiner neuen Zusammensetzung grundlegende Richtungswechsel vorgenommen. Zeitintensive Projekte seien gestartet worden. «Durch die zu grosse Belastung für die Umsetzung der damit verbundenen Sachentscheide stellten sich bei Gemeindeammann Roger Wymann und Gemeinderätin Esther Ammann Bedenken um ihre Gesundheit ein.» Deshalb hätten sie gemeinsam beschlossen, per 30. Juni zu demissionieren.

Viel Sesselrücken im Gemeinderat

Bei einem dieser Sachentscheide handelt es sich in Wikon sicherlich um den Landverkauf Spychermatte. Diese Veräusserung von gemeindeeigenem Land soll einen Buchgewinn von 5,9 Millionen Franken bringen und im Mai an die Urne kommen. Weiter steht die Gründung der Wikon Dorf AG an. Damit hofft man auf zusätzliche Steuererträge. Diese sollen helfen, das strukturelle Defizit zu reduzieren. Zudem ist man im Gemeinderat überzeugt, dass die ressortbezogene Jahresplanung zu greifen beginnt. Im November befinden die Wikoner zudem über die Revision der Gemeindeordnung. Zu den beiden Rücktritten wollte sich Wiederkehr hingegen nicht äussern.

Er nimmt im Gemeinderat seit 1. Juni 2015 Einsitz. Damals übernahm der Parteilose in stiller Wahl den Sitz von Toni Purtschert (FDP). Anlässlich der Gesamterneuerungswahlen im vergangenen Mai trat Wiederkehr gegen den Gemeindepräsidenten Hans Golling (parteilos) an und setzte sich durch. Dieser demissionierte dann im August aus gesundheitlichen Gründen und wurde durch den parteilosen Markus Dietrich ersetzt. Komplettiert wird der aktuelle Gemeinderat durch Michaela Tschuor (CVP).

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die neu einzuschulenden Hintermoser Schüler ab nächstem Schuljahr nicht mehr im Reidermoos, sondern in Wikon die Schule besuchen sollen (Ausgabe vom 10. Februar). Die Bildungskommission zeigte sich über das Vorgehen des Gemeinderates erstaunt. Die Art der Kommunikation habe sie enttäuscht, sagte Präsidentin Marianne Tschan.

Ob diese Situation bei den beiden Rücktritten mit eine Rolle spielte, wollte Wymann, welcher dem Gemeinderat seit 2006 in diversen Funktionen angehört, nicht kommentieren. Der Ressortverantwortliche für das Bauwesen äusserte sich generell nicht zur Demission. Und dennoch erklärte er vielsagend: «Mein ursprüngliches Pensum von 39 Prozent wurde auf die neue Legislatur hin auf 25 Prozent reduziert. Der Aufwand ist aber praktisch gleich hoch.» Ammann, sie gehört seit 2012 dem Rat an, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Ersatzwahlen finden am 11. Juni statt.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

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