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Wikon: Drei Frauen aspirieren auf das Sozialressort

Am 2. Juni kommt es zur Kampfwahl um das Amt der Sozialvorsteherin der Gemeinde. Die drei Kandidatinnen äussern sich zu fünf Stichworten – unter anderem auch über ihre Motivation für die anstehenden Aufgaben.
Ernesto Piazza
Von links nach rechts: Rosmarie Brunner (CVP), Carmen Hodel (parteilos) und Andrea Baumgartner (SVP) kandidieren für das Amt als Sozialvorsteherin. Bild: PD

Von links nach rechts: Rosmarie Brunner (CVP), Carmen Hodel (parteilos) und Andrea Baumgartner (SVP) kandidieren für das Amt als Sozialvorsteherin. Bild: PD

Mit Rosmarie Brunner (46, CVP), Carmen Hodel Kaufmann (47, parteilos) und Andrea Baumgartner (41, SVP) wollen in Wikon gleich drei Frauen das Ressort Soziales. Die Wahl wird nötig, weil Michaela Tschuor (CVP) als bisherige Vorsteherin seit 1. Mai neu das Gemeindepräsidium innehat. Der Urnengang findet am 2. Juni statt. Für unsere Zeitung nehmen die drei Frauen zu fünf Stichworten Stellung:

Kandidatur

Rosmarie Brunner: Ich möchte mich für die Gemeinde einsetzen. Als CVP-Ortsparteipräsidentin verfüge ich über die nötige politische Erfahrung. Zudem darf ich wohl sagen, sehr gut in der Gemeinde vernetzt zu sein.

Carmen Hodel: Ich wurde angefragt und habe mich dann entschieden, anzutreten. Als KV-Absolventin, Sozialpädagogin und Betreiberin einer eigenen Gesundheitspraxis bringe ich das Rüstzeug für das Amt mit.

Andrea Baumgartner: Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen. Und weil das im Ressort Soziales ein wichtiger Aspekt ist und ich auch gerne Brücken baue, habe ich mich nun für diesen Schritt entschieden.

Arbeitspensum

Rosmarie Brunner: Werde ich gewählt, gebe ich den Job als Redaktorin beim Surentaler und Oberwiggertaler auf, um das offizielle 25-Prozent-Pensum stemmen zu können.

Carmen Hodel: Als Selbstständigerwerbende bin ich der Chef meiner eigenen Agenda. Die Zeit für diesen Aufwand aufzubringen, wäre für mich auf jeden Fall möglich.

Andrea Baumgartner: Ich führe mit meinem Mann einen Landwirtschaftsbetrieb mit Mutterkuhhaltung. Als Selbstständigerwerbende bin ich es gewohnt, die Zeit einzuteilen.

Grabenkämpfe in Wikon

Rosmarie Brunner: Die BDO-Analyse (siehe Artikel oben, Anmerkung der Redaktion) hat die Probleme benannt. Jetzt gilt es, möglichst schnell Lösungen zu erarbeiten. Als Teamplayer will ich dazu Hand bieten. Jedes Ratsmitglied muss einen gemeinsam definierten Weg mittragen. Es ist wichtig, dass die Exekutive wieder als Kollegialbehörde auftritt – und zwar sowohl nach innen wie auch nach aussen. Das ist sie der Bevölkerung schuldig.

Carmen Hodel: Ich wohne gerne in dieser Gemeinde und bin der Ansicht, die Exekutive ist jetzt gut zusammengestellt. Nun gilt es, sich als Team zu finden und miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten. Als Teamplayerin wäre dies für mich eine spannende Aufgabe.

Andrea Baumgartner: Es braucht eine gute und ehrliche Kommunikation. Das ist – speziell in dieser Situation – das A und O. Nur so kann das Vertrauen zwischen Bürgern, Verwaltung und Gemeinderat wieder hergestellt werden.

Herausforderungen

Rosmarie Brunner: Zum einen müssen die Erkenntnisse aus der Analyse in der Verwaltung umgesetzt werden. Zum andern gilt es das Augenmerk darauf zu richten, im angesprochenen Bereich gutes Personal zu rekrutieren. Aus finanzieller Sicht betrachtet, muss Wikon für mögliche Zuzüger attraktiv sein. Dazu sind tiefere Steuern als die jetzigen 2,5 Einheiten nötig.

Carmen Hodel: Gemeinderat und Verwaltung sind für mich ein Paket, das zusammengehört. Diesem muss es gelingen, beim Bürger jetzt wieder für Vertrauen zu sorgen. Dann kehrt die dringend notwendige Ruhe ein. Alles andere ist für mich momentan sekundär. Künftig sind drei Frauen im Gemeinderat vertreten. Ich hoffe, dies kann als Zeichen für einen Neuanfang gewertet werden.

Andrea Baumgartner: In der Gemeinde ist in der Vergangenheit viel kaputt gegangen. Einiges muss aufgearbeitet werden. Das braucht allerdings Zeit. Diese müssen verantwortliche Personen erhalten. Ganz generell ist für mich wichtig: Wir müssen nach vorne schauen und die Bürger sollen wieder an ihr Dorf glauben dürfen.

Persönliche Ziele

Rosmarie Brunner: Wichtig ist für Wikon, die Qualität der Spitex zu behalten und dem Hausärztemangel, welcher sich auch in unserer Gemeinde bemerkbar macht, zu begegnen.

Carmen Hodel: Für mich steht der Mensch im Vordergrund. Seine Bedürfnisse will ich aufnehmen. Wobei mir bewusst ist: Gerade im Sozialwesen ist man an Vorgaben gebunden, die einzuhalten sind.

Andrea Baumgartner: Dort wo Not herrscht, soll den Bürgern – speziell den Familien – finanziell geholfen werden. Das Geld soll dahin fliessen, wo es tatsächlich gebraucht wird. Für mich sind die Altersbetreuung, die Spitex oder die Tagesfamilien ebenfalls ein grosses Thema.

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