Rosmarie Brunner erzielt bei den Wahlen in Wikon das beste Ergebnis

In Wikon ist der Gemeinderat noch nicht komplett. Bei der Kampfwahl um den Sitz als Sozialvorsteherin erreicht keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr. Für den zweiten Wahlgang befindet sich Rosmarie Brunner (CVP) in der besten Ausgangslage.

Ernesto Piazza
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Rosmarie Brunner (CVP) erhielt 208 Stimmen und verpasste damit das absolute Mehr knapp. (Bild: PD)

Rosmarie Brunner (CVP) erhielt 208 Stimmen und verpasste damit das absolute Mehr knapp. (Bild: PD)

In Wikon ist das Amt der Sozialvorsteherin weiter vakant. Keine der drei angetretenen Frauen – Rosmarie Brunner (46, CVP), Carmen Hodel Kaufmann (47, parteilos) und Andrea Baumgartner (41, SVP) – erreichte beim gestrigen Urnengang das absolute Mehr von 221 Stimmen. Damit kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Dieser findet am 7. Juli statt. Eingabeschluss ist der nächste Mittwoch. Die Wahl war nötig, weil die bisherige Amtsinhaberin, Michaela Tschuor (CVP), per 1. Mai das Gemeindepräsidium übernahm. 

Die meisten Voten vereinigte Rosmarie Brunner mit 208 auf sich. 156 Stimmen erreichte Carmen Hodel. Andrea Baumgartner schaffte 65, auf Vereinzelte entfielen elf Stimmen. Die Wahl einer neuen Sozialvorsteherin stiess bei der Wikoner Bevölkerung auf reges Interesse. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 45,3 Prozent.

Für Rosmarie Brunner ist es «keineswegs eine Überraschung», dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Das sei bei drei Kandidatinnen naheliegend gewesen. «Ich habe ein gutes Resultat erreicht und bin entsprechend zufrieden», sagt sie. Sie werde sich nun mit der Partei und der Familie nochmals absprechen. Doch Rosmarie Brunner geht davon aus, für einen zweiten Wahlgang erneut anzutreten. Dabei dürfte sie wiederum mit ihrer politischen Erfahrung als CVP-Ortsparteipräsidentin werben. Und sie möchte als «Teamplayerin für gute Lösungen für Wikon» Hand bieten.

Hodel: «Intakte Chancen» im zweiten Wahlgang

Carmen Hodel ihrerseits sagt mit Blick auf das Wahlresultat, sie sei dankbar und zufrieden. «Das Ergebnis motiviert mich, nochmals anzutreten.» Und angesprochen darauf, woher sie ihre Stimmen erhielt, vermutet Hodel: Es seien wohl Personen gewesen, «die meine beruflichen Qualifikationen, meine Sachkompetenz in den Vordergrund stellten». Für die Zusatzschlaufe beurteilt sie ihre Wahlchancen weiterhin «als intakt». Die Frage sei, ob diejenigen, welche sie im ersten Wahlgang bereits gewählt hätten, erneut an die Urne gingen. Und sie weiss: Das Ganze wird auch eine Sache des Mobilisierens sein. Ob Carmen Hodel jedoch in dieser Hinsicht etwas unternimmt, weiss sie noch nicht.

Zieht sich die Drittplatzierte zurück? 

Andrea Baumgartner spricht von «persönlichen Erfahrungen», die für sie «viel Positives beinhalteten». Der Stimmbürger habe entschieden, das Resultat müsse man akzeptieren. «Für mich geht aber keine Welt unter.» Diese Wahl sei für Wikon wichtig, so Baumgartner. Und sie sieht auch das grosse Ganze, indem sie sagt: «Betrachtet man die hohe Stimmbeteiligung, kann das für Wikon auch ein weiterer Schritt aus der Krise sein.» Ob sie nochmals antritt, will sie im Moment offenlassen.

Bis der Gemeinderat komplett ist, muss also auch Präsidentin Michaela Tschuor warten. Sie sagt: «Für Wikon wäre es besser gewesen, die Wahl wäre entschieden.» Doch nun wird sie als ehemalige Sozialvorsteherin diese Aufgaben ebenfalls noch wahrnehmen. Das hat der Gemeinderat entschieden. Ist das Ressort personell neu besetzt, obliegt ihr die Stellvertretung.

Apropos Stellvertretung: Die Bildungsverantwortliche Esther Ammann (SP) vertritt Tschuor neu bei ihren präsidialen Geschäften. Zudem übernimmt sie von der Ratspräsidentin den Themenkomplex «öffentliche Sicherheit». Im Gegenzug gehen Kultur, Freizeit, Sport und die IT der Verwaltung an die neue Gemeindepräsidentin über. Weiter gehören der Wikoner Exekutive Finanzvorsteher Wolfgang Kunzelmann (SVP) und Bauvorsteher Ivan Zanin (parteilos) an.